OPIFEX

1.      OPIFEX wird außer in der Erschaffung des Menschen Met. 1,79 nur noch in der Verwandlungsgeschichte Dädalus und Ikarus 8,201 genannt. Die gematrischen Werte sind bedeutsam. Teilt man das Wort in zweimal drei Buchstaben, entsprechen die Zahlensummen (ZS) und Faktorensummen (FS) den ZS von OPERA TENET (er erhält seine Werke) des SATOR-Quadrats:

 

O

P

I

 

F

E

X

 

sm

ZW

14

15

9

38

6

5

21

32

70

FW

9

8

6

23

5

5

10

20

43

 

 

 

 

61

 

 

 

52

113

Auch die 4Werte sind erwähnenswert:

 

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

OPI

38

23

61

21

23

44

105

FEX

32

20

52

10

9

19

71

 

70

43

113

31

32

63

176

Die Summen 31 und 32 sind konstitutiv für ihre Summe 63, der ZS von VESTA.

2.      Die beiden Textstellen werden gematrisch durch zwei Wortpaare verbunden, die jeweils dieselbe ZS haben: VIR - FEMINA (46)Mann - Frau und PATER - PUER (57)Vater - Sohn. Der ZW 15 des Anlautes P entspricht den Rahmenelementen einer Doppelraute (DR), und mit zwei DR oder einem DR-Kreuz konnte Ovid zwei Flügelpaare bzw. eine fliegende Gestalt darstellen:

Gleichheit, Gleichgewicht, Symmetrie und Proportion sind also das Thema, das den Schöpfer auch bei der Erschaffung der beiden Geschlechter auszeichnet. Hierfür ist das SATOR-Quadrat (SQ) der vollkommene Bezugspunkt:

SATOR AREPO TENET OPERA ROTAS

Die ZS der beiden Paare ist 2*(46+57) = 206, die ZS des äußeren Quadratrahmens des SQ:

 

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

VIR

46

32

78

25

10

35

113

FEMINA

46

37

83

25

37

62

145

sm

92

69

161

50

47

97

258

PATER

57

50

107

22

12

34

141

PUER

57

39

96

22

16

38

134

sm

114

89

203

44

28

72

275

SM

206

158

364

94

75

169

533

161:203 = 7*(23:29) = 7*52; 169:364 = 13*(13:28)

364 ist die ZS der vollständigen Lesart des SQ in zweimal drei Wörtern:

SATOR OPERA TENET

TENET OPERA ROTAS

Der Schöpfer erhält seine Werke;

er hält durch seine Mühe die Räder.

Das Verhältnis 29:23 entspricht den ZS der Wortbestandteile OP-ERA.

3.      158 ist die ZS von PATERNOSTER + AO im PATERNOSTER-Kreuz. Die FS 89 und 69 sind Umkehrungen von 98 und 96, die in 4-stelliger Zusammensetzung 9896 die Verszahl von Vergils Aeneis darstellt. Die Einzelziffern 9+8 und 9+6 sind zwei Arten, wie der DR-Rahmen numeriert werden kann:

Nähere Erklärungen sind unter der Zahl 194 zu finden.

4.      Zu den 4Werten der beiden Wortpaare läßt sich noch OPIFEX selbst hinzufügen:

 

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

SM

206

158

364

94

75

169

533

OPIFEX

70

43

113

14

43

57

170

 

276

201

477

108

118

226

703

276 = 12*23 = 4*69; 703 = 19*18

Die ZS 70 fügt dem äußerem Quadratrahmen des SQ zweimal die ZS 35 von SR hinzu, sodaß jede Seite nun die ZS 69 = 3*23 von SATOR/ROTAS hat. 276+201 = 477 ist die ZS+FS der Zahlen 1-23. Aus den Umkehrsummen 102+201 besteht die ZS 303 des SQ. 102 ist die FS der Zahlen 1-16 und die ZS der 8 verschiedenen Buchstaben des SQ.

226 ist aufzuteilen in 22+26 = 2*(11+13). Aus zwei geometrische Figuren von je 11 und 13 Elementen ist ein Oktaeder zusammenzusetzen. Aus 19+18 Elementen: 10 Punkten + 9 Dreiecken und 18 Linien besteht eine Tetraktys.

5.      Die Buchstabenzahl der zwei Wortpaare und OPIFEX ist 24. OPIFEX und FEMINA bestehen beide aus 6 Buchstaben und bilden so die Hälfte der Buchstabenzahl. Das ZS-Verhältnis dieser beiden zu den drei anderen Wörtern beträgt 116:160 = 4*(29:40) = 4*69. Die Verhältniszahlen führen zu der bedeutenden Zahl 219, deren Aufteilung in die Zahlen 21 und 19 die FW der ZS+FS 231+165 = 396 der Zahlen 1-21 sind. Als dritte Zahl enthält 219 noch 29, und diese drei zweistelligen Zahlen ergeben 69, die ZS von SATOR. Die Zahlen 29 und 21 werden häufig in 9+20 und 20+1 aufgeteilt, deren Buchstabenentsprechung IUVA – hilf, erfreue ist. Zusammen mit T ergibt sich IUVATer hilft, erfreut.

Die Faktoren 3*73 >FW 76 der Zahl 219 geben die 7+(3+3) Punkte des Tetraktyssterns wieder, wodurch diese Zahl ihre besondere religiöse Bedeutung erhält. Die Zahlen 19 und 21 allein können als griechisches TAU gelesen werden und den drei göttlichen Personen zugeordnet werden. Die 4Werte der beiden Zahlen sind:

 

 

 

sm

FW

sm

ZS

19

21

40

11

 

FW

19

10

29

29

 

sm

 

 

69

40

109

109 ist ZS des TENET-Kreuzes des SQ. Da 109 eine Primzahl ist, ist die 4W-Summen 4*109 = 436. 436 ist jedoch auch die 4W-Summe der ZS+FS der Zahlen 1-21:

 

ZS

FS

sm

ZS

231

165

396

FW

21

19

40

sm

 

 

436

Die 4 T des TENET-Kreuzes haben die ZS 76.

219 ist bedeutende ZS+FS von DAEDALUS und ICARUS:

 

ZS

FS

sm

DAEDALUS

64

43

107

ICARUS

68

44

112

 

132

87

219

6.      OVID verwendet OPIFEX noch einmal in einem Distichon 541f. seines Verwünschungsgedichtes IBIS:

Inque tuis OPIFEX, VATI quod fecit Achaeo

Noxia luminibus spicula condat APIS.

Und in deine Augen versenke, was dem achäischen Seher sie tat,

die kunstfertige Biene ihren verderblichen Stachel.

Mit dem achäischen Seher ist der tragische Dichter ACHAIOS (484-406) gemeint. VATES steht metonymisch für Dichter.

Mit DAEDALUS und ICARUS verbinden APIS die Flügel, d.h. das DR-Kreuz. Die ZS der Silbe PI 15+9 = 24, ist auf 15 Rahmenelemente der DR und auf 9 Mittelelemente zu beziehen, d.h., die 3 Schnittpunkte werden doppelt gezählt. Da bei der Oktaederbildung ein äußerer Punkt entfällt, werden die beiden Zickzacklinien und die Mittelelemente auf je 8 reduziert. Die Reduktion ist in den FW 8+6 = 14 erkennbar: aus 8+7 Rahmenelmenten werden 8+6, die gleichzeitig 8 Flächen und 6 Ecken des Oktaeders bezeichnen.

Die ZS+FS von PI ist demnach 24+14 = 38 = 2*19. Tatsächlich ist die ZS der beiden Zeilen durch 2*19 teilbar: 376+346 = 722 = 2*19*19 >FW 40. Man erkennt wieder die ZS+FS 219 von DAEDALUS und ICARUS sowie die Summe 21+19 = 40. Das Wort VATI enthält den Buchstaben TAU.

Die ZS+FS von OPIFEX und APIS sind:

 

ZS

FS

sm

OPIFEX

70

43

113

APIS

43

23

66

 

113

66

179

Die FS 43 von OPIFEX ist die ZS von APIS. Als Einzelziffern bilden 7+7 Punkte ein DR-Kreuz. Die Differenzen zwischen FS und ZS sind 27+20 = 47. Die ZS+FS von VIR FEMINA und APIS ist 161+66 = 227. Die Zahl 227 kann sich auf 4 Dreiecksflächen + 7 Punkte der DR beziehen oder auf 2*27 Elemente des Tetraktyssterns, bestehend aus 2*24 symmetrischen Elementen, je einem Mittelpunkt, Kreisbogen und Fläche. 2*27 ist auch die Differenz zwischen der FS 249 und der ZS 303 des SQ.

7.      Die 4Werte der drei Verse mit dem Wort OPIFEX sind:

 

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

8, 201

416

287

703

23

48

71

774

1, 79

391

303

694

40

104

144

838

541

376

254

630

53

129

182

812

 

1183

844

2027

116

281

397

2424

FW

33

215

248

33

281

562

 

416 = 32*13; 391+376 = 767 = 59*13; 1183 = 7*13²

774+838 = 1612 = *13*31 >FW 48. 562 = 2*281

Ovid hat die drei Verse gematrisch durch den Faktor 13 und 31 verklammert: die ersten beiden Verse durch 4W-Summe 1612 = 13*31, den ersten Vers mit den beiden folgenden durch das ZS-Verhältnis 13*(32:59), alle drei Verse durch die FW-Summe 248 = 8*31 der ZS+FS. Die FW1/2-Summe 182 = 14*13 des dritten Verses ist die ZS von SATOR OPERA TENET. Ihr Verhältnis zur ZS+FS ist 182:630 = 14*(13:45). Man erkennt also, daß OVID durch die Zahlen 1 und 3 in immer neuen Variationen die Gemeinschaft des einen Gottes in drei Personen ehrt.

Das Verhältnis 3:1 = 1:1 zeigt sich in den FW der vier vertikalen Summen. Die Zahl 281 ist als 28+1 zu lesen und weist auf die 29 Elemente eines DR-Kreuzes hin.

Die ZS+FS 2027 ist eine Primzahl. 20 und 27 wurden als Differenz zwischen FS und ZS von APIS und OPIFEX ermittelt. 20 und 27 geht auch hervor aus einem Doppelaspekt von Maßeinheiten und Begrenzungspunkten:

4+6 Maßeinheiten der zwei Achsenfiguren werden durch 5+7 = 12 Punkten begrenzt. Zählt man für jede Achse einen Mittelpunkt, sind es 2*3+3*3 = 15 Punkte. Mit den beiden Punktesummen stimmen die Differenzen 12 und 15 zwischen den FS 40 und 54 und den ZS 52 und 69 von OPERA und SATOR des SQ.

Das Endergebnis 2424 weist auf die ZS der beiden Silben PI hin, aber durch 24*101 auch auf die 24 Buchstaben der 6 Wörter. Konstitutiv für die Zahl 24 sind 11+13, die Elemente der Raute und des sanduhrförmigen Doppeldreiecks. Aus je zwei dieser Figuren, also aus 48 Elementen ist ein Oktaeder zusammensetzbar. 48 ist auch der FW der 4W-Summe 1612 der ersten beiden Verse.

Die ZS 1183 kommt auch durch Doppel- und Dreifachzählung der beiden Quadratrahmen des SQ und des TENET-Kreuzes zustande. Ob sich Ovid auf diese Summe bezog, oder ob es sich eher um einen Zufall handelt, muß offen bleiben.

8.      Die 2 Wortpaare, OPIFEX und APIS sind durch 3 DR-Kreuze darstellbar.

 

Erstellt: Mai 2018

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