Fratelli Tutti: Häresie eines philanthropischen Papstes

I. Anlaß dieses Beitrages und Denkmuster des Papstes Franziskus

II. Zwei Vorstufen von Fratelli Tutti

a) Weihnachtsbotschaft 2018

b) Die Erklärung von Abu Dhabi

III. Fratelli Tutti

a) Geistig-psychische Grundausrichtung des Papstes

b) Die Adressaten

c) Drei Ausgangszitate

d) REALITÄTEN

Nachträge:

Rezension Amazon

Botschaften an Sabrina

Aufgabe der Katholischen Kirche

Wenn ein katholischer Christ sich vom Stellvertreter Christi als dem Fels des Glaubens nicht mehr sicher vertreten weiß, fühlt er sich gedrängt, sich seines Glaubens neu zu versichern. Dies ist nach Veröffentlichung der "Sozialenzyklika" TUTTI FRATELLI der Fall: War schon LAUDATO SI umfangreicher als frühere Enzykliken, legt die neue noch einmal etliche Seiten zu, was es schwierig macht, einen gemeinsamen Faden und inneren Gesamtzusammenhang zu finden.

Kennzeichen der neuen Enzyklika sind TRÄUME weltweiter BRÜDERLICHKEIT:

Auf diese Weise wurde er (Franz von Assisi) zu einem liebevollen Vater, der den Traum einer geschwisterlichen Gemeinschaft verwirklichte (4).

sind wir in der Lage, darauf mit einem neuen Traum der Geschwisterlichkeit und der sozialen Freundschaft zu antworten (6).

Ich habe den großen Wunsch, dass wir in dieser Zeit, die uns zum Leben gegeben ist, die Würde jedes Menschen anerkennen und bei allen ein weltweites Streben nach Geschwisterlichkeit zum Leben erwecken. Bei allen: »Dies ist ein schönes Geheimnis, das es ermöglicht, zu träumen und das Leben zu einem schönen Abenteuer zu machen. … Wie wichtig ist es, gemeinsam zu träumen! […] Allein steht man in der Gefahr der Illusion, die einen etwas sehen lässt, das gar nicht da ist; zusammen jedoch entwickelt man Träume (8.).

kann man die Herausforderung annehmen, von einer anderen Menschheit zu träumen und über eine solche nachzudenken (127).

Dieser optimistischen Heilsvision liegen offensichtlich zwei Charaktereigenschaften von Papst Franziskus zugrunde:

Seine stets frohe, aufmunternde und entgegenkommende Art hat eine Kehrseite: Er fürchtet nichts mehr als LIEBESENTZUG, wenn er einer Erwartung eine Absage erteilen müßte. Er möchte von der ganzen Welt anerkannt, geachtet und geliebt werden, indem er für alles OFFEN, für alles verständnisvoll ist. Mit welchem Lebenswandel auch immer jemand Franziskus begegnet, er fühlt sich danach stets darin weiter bestätigt. In letzter Konsequenz neigt Franziskus zum Gegenteil des Bekenntnisses der Apostel vor dem Hohen Rat: "Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen" (Apg 5,10).

Die zweite Eigenschaft ist mit der zweiten verwandt: Den eigenen Gläubigen gegenüber hegt Franziskus den unablässigen Argwohn moralischer Enge und ABGRENZUNG. Hinzu kommt seine häufige Rede vom KLERIKALISMUS: sein Verdacht gegenüber Priestern und höheren Würdenträgern, eine geistlich überhöhte Aura zu pflegen und an unzeitgemäßen DOGMEN festzuhalten. Aus all dem erwächst ein zäher EHRGEIZ, die einsame Agenda der Brüderlichkeit zu verfolgen, die ganz ohne Dogmatismus auskommt. Die KATHOLISCHE KIRCHE selbst wird so für Franziskus komplexhaft einerseits zu einem Begriff der Abgrenzung und Verengung, die es zu überwinden gilt, und andererseits zu einer Bedrohung und Schwächung anderer Kulturen und religiösen Traditionen, wenn sie den Menschen das Evangelium bringen möchte.

Der ehrgeizige Papst möchte erreichen, was seine Vorgänger nicht vermochten (und auch nicht wollten): eine GEMEINSAME "soziale" Grundlage aller RELIGIONEN und KULTUREN, deren Grundprinzipien nach seiner Auffassung kein Gewaltstreben enthalten und daher gut und UNANTASTBAR sind.

Papst Franziskus hat gewiß viele Verdienste um die katholische Kirche erworben, über FRATELLI TUTTI läßt sich jedoch nur sagen, daß Gott auch aus Mißratenem etwas Gutes machen kann. Der Papst stellt eigene philosophie- und anthropologieartige Überlegungen und Reflexionen an, die sehr allgemein gehalten sind und ein mäßig intellektuelles Niveau aufweisen.

FRATELLI TUTTI hat zwei Vorstufen: die Weihnachtsbotschaft von 2018 und die Erklärung von Abu Dhabi.

II. Zwei Vorstufen von Fratelli Tutti

a) Weihnachtsbotschaft 2018

Die Weihnachtsbotschaft der Engel lautet, in dem seit Jahrhunderten üblichen Verständnis nach Hieronymus: Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis – Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden GUTEN WILLENS! (Lk 2, 14). Es ist Praxis der Päpste, vor dem Segen Urbi et Orbi diese Botschaft ins Gedächtnis zu rufen. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hatten "Frohe Weihnachten!" in Dutzenden von Sprachen ausgesprochen. Dabei wird als selbstverständlich empfunden, daß sich dieser Wunsch zunächst an die Christen in aller Welt richtet. Nicht-Christen sind zwar nicht ausgeschlossen, aber nicht unmittelbar angesprochen. Unausgesprochen gilt der Missionsauftrag, alle Menschen das Evangelium Jesu Christi zu bringen.

Diesen inneren Zusammenhang durchbricht Papst Franziskus erstmals in seiner Weihnachtsbotschaft 2018 durch den Wunsch nach allgemeiner BRÜDERLICHKEIT:

Daher ist mein Glückwunsch zu Weihnachten ein Wunsch nach Brüderlichkeit. Brüderlichkeit zwischen Menschen jeder Nation und Kultur. Brüderlichkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Ideen, die aber fähig sind, einander zu achten und zuzuhören. Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Religionen. JESUS ist gekommen, um das Angesicht Gottes allen zu offenbaren, die ihn suchen.

Hier erkennt man die Doppelgleisigkeit und Doppelgesichtigkeit des Papstes: Alle Menschen werden in gleicher Weise als Brüder (und Schwestern) angesprochen, die Zugehörigkeit zur Kirche Jesu Christi jedoch als freiwillige Option untergeordnet. Die Überzeugungskraft des Christentums, das den Antrieb zur Missionierung gibt, wird aufgegeben. Ziel ist nicht mehr die Christianisierung aller Menschen dieser Erde. Damit gibt die katholische Kirche die Eschatologie der menschlichen Geschichte auf.

Franziskus weiter:

Unsere Verschiedenheit schadet uns also nicht, sie bedeutet keine Gefahr; sie ist vielmehr ein Reichtum. Es ist wie bei einem Künstler, der ein Mosaik gestalten will: Es ist besser, Steine mit vielen Farben zur Verfügung zu haben, als nur mit wenigen Farben zu arbeiten!

Der Papst betrachtet die Vielfalt der Menschheitsverhältnisse als statisch und unveränderlich. Eine DYNAMIK des Christentums und Veränderlichkeit der menschlichen Geschichte sind nicht vorgesehen.

Papst Franziskus agiert widersprüchlich: Einerseits erkennt er Nicht-Christen in ihren Weltanschauungen und Religionen an, andererseits will er alle durch den Appell der Brüderlichkeit verbinden. Es kommt ihm nicht in den Sinn, daß sich Menschen diese VEREINNAHMUNG verbitten, sich dem päpstlichen Appell gleichgültig verhalten oder ihn gar nicht beachten. Hier neigt der Papst also zu einer maßlosen SELBSTÜBERSCHÄTZUNG.

Universelle Brüderlichkeit ist ein Grundziel der FREIMAUREREI. Die spanische Großloge EL ORIENTE hat die Brisanz der Weihnachtsbotschaft auch sofort erkannt und dem Papst mit folgenden Worten ihre Zustimmung bekundet:

"Die Wor­te des Pap­stes zei­gen die aktu­el­le Linie der Kir­che gegen­über dem Inhalt von Huma­num Genus (1884), der letz­ten gro­ßen, katho­li­schen Ver­ur­tei­lung der Frei­mau­re­rei. Der Weg, den der reli­giö­se Fun­da­men­ta­lis­mus damals ver­ur­teil­te, ist heu­te der Weg, den der Papst der katho­li­schen Kir­che und die uni­ver­sel­le Frei­mau­re­rei der Mensch­heit gemein­sam vor­schla­gen. Es gibt nicht einen Frei­mau­rer auf der Erde, der sich nicht dem Papst anschließt in sei­nem Wunsch nach uni­ver­sel­ler, hete­ro­ge­ner Brü­der­lich­keit in der Poli­tik, der Kul­tur oder der Reli­gi­on."

b) Die Erklärung von Abu Dhabi

Die Implikationen der Weihnachtsbotschaft von 2018 setzen sich konsequent in der Erklärung von Abu Dhabi fort. Sie wurde von Papst Franziskus und dem Kairoer Großimam der Al-Azhar-Moschee, Ahamad al-Tayyib, am 4. Februar 2019 unterzeichnet. Der Großimam der Al-Azhar-Moschee besitzt hohe religiöse Autorität im Islam, sie verpflichtet jedoch zu nichts, insbesondere, wenn es um den religiösen Alleinanspruch des Islam geht. Zwar nicht theoretisch, aber in der konkreten Wirklichkeit ist für Muslime taqyyiaTäuschung erlaubt, wenn es der Ausbreitung des Islam dient. Als nach dem blutigen Anschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria im Januar 2011 Papst Benedikt XVI. mehr Schutz für die Christen in Ägypten einforderte, brach die Al-Azhar-Moschee den Dialog mit dem Vatikan ab. Die katholisch-islamischen Gespräche wurden 2017 nach dem Besuch von Papst Franziskus in Ägypten im April desselben Jahres wieder aufgenommen. Angesichts der Christenverfolgungen im Nahen Osten, besonders durch den IS im Irak, vermied Franziskus jede Äußerung, die als Angriff auf den Islam gewertet werden konnte.

Zweifel am Wert dieser Erklärung sind angebracht. Wenn der Großimam der Al-Azhar-Moschee keine Handhabe hat, das Verhältnis des Islam zum Christentum zu ändern, hätte keine Notwendigkeit bestanden, eine Erklärung zu verfassen und sie durch das Oberhaupt der katholischen Kirche unterschreiben zu lassen. Kritikpunkte sind:

-      Der Großimam Ahamad al-Tayyib ist Gewinner dieser Erklärung, da Papst Franziskus als kleinsten gemeinsamen Nenner beider Religionen nur G OTT verwendet, der für den Großimam den einzigen Gott bedeutet, den einen Gott in drei Personen jedoch ausschließt.

-      Christentum und Islam erheben beide einen alleinigen Wahrheitsanspruch: das Christentum durch Jesus Christus, die menschgewordene zweite göttliche Person, der Islam durch Mohammed, den letzten Gesandten und Siegel der Propheten. Beide Religionen sind überzeugt, daß sie das Ende der Geschichte bestimmen. Wie die Entscheidung für die eine oder andere Religion erfolgt, wird von beiden Religionsführern in der Erklärung verschwiegen, ihre Grundüberzeugung geben sie damit jedoch nicht auf. Es erscheint wie eine unehrliche gegenseitige Belauerung.

Wenn beide Religionen die absolute Wahrheit beanspruchen, ist ein Dialog sehr schwierig. Er wird in der Darlegung beider Lehren bestehen und in Feststellungen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Eine Streitkultur um die Wahrheit ist ehrlicher als ein Verschweigen des Unvereinbaren.

-      Die Erklärung erfolgt genau genommen auf bilateraler Ebene. In Wirklichkeit jedoch werden alle Religionen vereinnahmt. Eine Aussage lautet:

Das erste und wichtigste Ziel der Religionen ist, an Gott zu glauben.

Die Definition Gottes kann im Christentum und im Islam nur mit Mühe auf eine gemeinsame Grundlage gestellt werden, sie entspricht jedoch nicht dem Selbstverständnis anderer Religionen: des Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, des Schintoismus und anderer Religionen. Auf diese Weise kann der Eindruck entstehen, die beiden Religionen Christentum und Islam wollten die Menschen aller anderen Religionen und Weltanschauungen dominieren.

Um der islamischen Seite willen wird das "erste und wichtigste Ziel" des Christentums, die GOTTESLIEBE, um eine Stufe tiefer formuliert:

-      Von christlicher Seite völlig unannehmbar ist die Aussage (des englischen Originals):

The pluralism and the diversity of religions, colour, sex, race and language are willed by God in His wisdom, through which He created human beings.

Gott, die einzige Wahrheit, kann nicht verschiedene Wahrheiten von ihm gewollt haben. Die Verschiedenheit der Menschen und Religionen wird im Judentum und Christentum durch den Sündenfall erklärt, durch den die Menschen die unmittelbare Beziehung zu Gott verloren.

-      Die Erklärung trägt den Titel "Dokument der BRÜDERLICHKEIT". Brüderlichkeit im islamischen Verständnis bezieht sich vornehmlich auf die eigenen Gläubigen. Beispiele friedlichen Zusammenlebens gab und gibt es auch ohne einen solchen Appell. Im Christentum gibt es nicht den Begriff der Brüderlichkeit, sondern den der NÄCHSTENLIEBE, der aus der Gottesliebe hervorgeht. Auch Muslime wenden sich ihren Mitmenschen zu, jedoch aus Grundsätzen ihrer eigenen Ethik. Für nicht-monotheistische Religionen ist der Begriff Brüderlichkeit in einem ethisch umgreifenden Sinn kaum vermittelbar, sie definieren mitmenschliche Beziehungen auf je eigene Weise.

-      Der Schlußabschnitt bekräftigt die Absicht, die Erklärung an alle relevanten Institutionen zu verbreiten, um "dazu beizutragen, neue Generationen zu formen, die das Wohl und den Frieden bringen und das Recht der Unterdrückten und Letzten überall verteidigen". Die Absicht ist zu loben, aber ist ihre Zielsetzung realistisch? Nach christlichem Verständnis sind Staat und Religion zwei eigenständige Bereiche. Es geht daher erst einmal um eine gerechte Staatsordnung, die die wesentlichen Menschenrechte enthält, und dann um die Durchdringung der staatlich geordneten Gesellschaften durch religiöse Lebensführung jedes Einzelnen.

Das Dokument verzichtet auf den christlichen Missionsauftrag, der allen Menschen die Befreiung aus Irrtum und Sünde bringen möchte. Ohne Besinnung auf diesen Auftrag werden alle Appelle an "brüderliches Zusammenleben" vergeblich sein.

III. Fratelli Tutti

a) Geistig-psychische Grundausrichtung des Papstes

In FRATELLI TUTTI vollendet Papst Franziskus sein großes Anliegen und seine Vision von BRÜDERLICHKEIT. Seine Geisteshaltung und psychische Verfassung ist, wie bereits skizziert, folgende: Er hegt einen tief verwurzelten GROLL gegen d i e engherzigen Christen. Vor sich selbst verweigert er komplexhaft alle GRENZEN menschlicher Zuwendung. Einen Unterschied zwischen Katholiken und Nicht-Katholiken, zwischen Christen und Nicht-Christen, zwischen Glaubenden und Nichtglaubenden (Atheisten, Agnostiker) zu machen, erscheint ihm als abzulehnende Diskriminierung.

Im heiligen Franz von Assisi, seinem päpstlichen Namensgeber, entdeckt er "ein Herz ohne Grenzen" (3). Es verwundert daher nicht, daß sich das Wort GRENZEN 24-mal im Text der Enzyklika findet, davon in 5 Überschriften.

Um seine Auffassung der Gleichheit aller Menschen auszudrücken, bezeichnet er sie als "KINDER der gleichen Erde" (8) und als "KINDER eines einzigen Gottes" (279). Um Ungleichheit zu eliminieren, stellt er alle Religionen einander gleich, ja er teilt allen Religionen unterschiedslos den Glauben an Gott zu. Denn "GOTTES LIEBE ist für jeden Menschen gleich, unabhängig von seiner Religion. Auch wenn er ein Atheist ist, ist es die gleiche Liebe" (281).

b) Die Adressaten

Eine Enzyklika ist ein päpstliches Lehrschreiben. Es richtet sich an die katholischen Gläubigen, seit Pacem in terris von Johannes XXIII. auch bisweilen an alle Menschen guten Willens. Letzteres bedeutet zweierlei: Erstens, die Aussagen sind auf Allgemeingültigkeit angelegt und können auch über die katholische Kirche hinaus geistige Orientierung bieten. Zweitens, der Papst versteht sich verantwortlich für die ganze Welt. Wie hoch das Interesse an einer Enzyklika ist, hängt sehr vom Ansehen des jeweiligen Papstes ab. FRATELLI TUTTI als Neuauflage von LAUDATO SI dürfte geringeres Interesse erwecken, wie auch das Ansehen des Papstes Franziskus in vergleichbarer Weise sinkt und sinken wird.

Was FRATELLI TUTTI betrifft, das die Einfügung "Menschen guten Willens" 5-mal enthält, so erscheinen alle Menschen und Religionen der Erde die Hauptadressaten und die katholischen Gläubigen lediglich darin eingeschlossen zu sein. Da Franziskus glaubt, der Welt christliche Glaubensinhalte nur bedingt zumuten zu können, verzichtet er auf sie weitgehend. Z.B. erfährt weder der Christ noch der Nicht-Christ, wer Jesus Christus eigentlich ist. Der Nicht-Christ liest von einigen unglaublichen Dingen, wie davon, daß "Christus sein Blut für alle und für jeden Einzelnen vergossen hat" und daß es "eine Gemeinschaft von drei Personen, Ursprung und vollkommenes Modell jedes Lebens in Gemeinschaft" (85) gibt.

Die vereinfachende Darstellung des Christentums dient zwei Zielen: erstens, den Nicht-Christen das Christentum anziehend und erstrebenswert zu machen, zweitens, den Christen vorzuhalten, wie oft sie gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoßen haben.

c) Drei Ausgangszitate

Papst Franziskus suchte drei Zitate aus der biographischen Überlieferung des HEILIGEN FRANZISKUS, die sein Drängen nach grenzenlosem Dialog bestätigen könnten. In seinem Ungestüm erkannte er nicht, daß diese Zitate gerade das Gegenteil enthalten.

Das erste Zitat stammt aus den "Ermahnungen". Sie beginnen jedoch nicht mit "Fratelli tutti", wie der Eingangssatz der Enzyklika vermuten ließe, sondern mit der sechsten Ermahnung:

Brüder, haben wir alle acht auf unsern guten Hirten, der, um seine Schafe zu retten, den Kreuzestod erlitten hat. Die Schafe des Herrn sind ihm nachgefolgt in Trübsal, Verfolgung und Schmach, in Hunger und Durst, in Krankheit und Versuchung und in anderen Heimsuchungen (vgl. Joh.10,11; Hebr.12,2; Joh. 10,4; Röm.8,35) Für all dies haben sie das ewige Leben empfangen. Darum ist es eine große Schande für uns Diener Gottes, dass wir Ehre und Ruhm ernten wollen, indem wir die Werke der Heiligen auf dem Lehrstuhle und auf der Kanzel verkündigen.

Der hl. Franziskus ermahnt hier die Brüder, sich nicht auf den Lorbeeren derer auszuruhen, die Jesus in größten Mühsalen nachgefolgt sind, um "Schafe zu retten", d.h., um das Evangelium zu verbreiten, sondern sich ihnen ebenso aktiv anzuschließen. Papst Franziskus will "Ruhm ernten" durch DIALOG.

Das zweite Zitat (1) ist Teil der 25. Ermahnung:

Selig der Knecht, der seinen Bruder, wenn er weit von ihm entfernt wäre, ebenso liebte und um ihn besorgt wäre, als wenn er mit ihm zusammen wäre, und der nicht über ihn hinter seinen Rücken sagen würde, was er nicht in Liebe in seiner Gegenwart sagen könnte.

Beatus servus, qui tantum diligeret et timeret fratrem suum, cum esset longe ab ipso, sicuti quando esset cum eo, et non diceret aliquid post ipsum, quod cum caritate non posset dicere coram ipso.

Diese Ermahnung ist im Irrealis formuliert und bezieht sich daher konkret auf anwesende Mitbrüder. Papst Franziskus hingegen meint damit alle Menschen bis zu den Grenzen der Erde.

Das dritte Zitat (3) stammt aus dem 16. Kapitel der nicht-bullierten Regel:

Der Herr sagt: "Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe. " Seid daher "KLUG wie Schlangen und einfältig wie Tauben" (Mt 10, 16). Daher soll jeder Bruder, der unter die Sarazenen und andere Ungläubige gehen will, mit der Erlaubnis seines Vorgesetzten gehen. Und der Vorgesetzte soll ihnen ohne Widerspruch die Erlaubnis geben, wenn er sieht, daß sie tauglich sind, geschickt zu werden. [];

Die Brüder aber, die hinausziehen, können in zweifacher Weise unter ihnen geistlich wandeln. Eine Art besteht darin, daß sie weder Zank noch Streit beginnen, sondern "um Gottes willen jeder menschlichen Kreatur" (1 Petr 2,13) untertan sind (3.) und bekennen, daß sie Christen sind. Die andere Art ist die, daß sie, wenn sie sehen, daß es dem Herrn gefällt, das Wort Gottes verkünden: sie sollen glauben an den allmächtigen Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, den Schöpfer aller Dinge, an den Sohn, den Erlöser und Retter, und sie sollen sich taufen lassen und Christen werden; denn "wenn jemand nicht wiedergeboren wird aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen" (vgl. Joh 3,4). []

Papst Franziskus gibt den ersten Teil des Kapitels 16 richtig wieder (blau kursiv), aber er übergeht den zweiten, in dem es heißt, die Brüder sollen "das Wort Gottes verkünden, wenn sie sehen, daß es dem Herrn gefällt". Die erste Verhaltensweise besagt, die Verkünder des Evangeliums sollen nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern abwarten, bis sich eine günstige Gelegenheit bietet. Auf diese Weise werden beide Verhaltensweisen miteinander verbunden.

Aus dem dritten Zitat zieht Papst Franziskus zwei Folgerungen desselben Inhalts: "(Franz von Assisi) führte keine Wortgefechte, um seine Lehren aufzudrängen, sondern teilte die Liebe Gottes mit", "er befreite sich von jedem Verlangen, andere zu beherrschen. Der Papst ist nicht mehr von der Kraft des Evangeliums beseelt wie der Apostel Paulus, der den Korinthern sagte: "Die Liebe drängt uns", das Evangelium zu verkünden (2Kor 5,14). Die umfassende Brüderlichkeit, die dem Papst vorschwebt, verträgt sich nicht nicht mit irgendwelchen Rangordnungen. Franziskus mag in anderen Zusammenhängen zu Evangelisation und Mission mit feurigen Worten anspornen, in der Enzyklika muß er sie unter den Tisch fallen lassen. In der Tendenz freilich betrachtet er die religiöse und weltanschauliche Vielfalt der Welt als eine STATISCHE Gegebenheit, die auf den Missionsauftrag Jesu Christi verzichtet.

Das heilige Vorbild des jetzigen Papstes allerdings verhielt sich historisch ganz anders als in der Enzyklika dargestellt. Dem Sultan Malik-al-Kamil erklärte der hl. Franziskus, er sei Botschafter des Herr Jesus Christus und sei zur Rettung seiner Seele gekommen. Danach tauschten Franziskus und Berater des Sultans die Wahrheitsansprüche beider Religionen aus. Schließlich führte Franziskus ein langes Gespräch mit dem Sultan, wobei er an keiner Stelle schlecht über den Prophet Mohammed sprach.

Die drei Zitate lieferten Papst Franziskus die drei gewünschten Stichwörter BRÜDER, ALLE MENSCHEN, DIALOG. Wenn er aber die drei Zitate falsch verstanden hat, kann er sich nicht auf den hl. Franz von Assisi für seine ganze Enzyklika berufen, sondern muß sie ganz für sich selbst verantworten.

d) REALITÄTEN

Groteske Phantasmen liegen wie Nebelschwaden über der Enzyklika.

RELIGIONEN

Als der heilige Franziskus dem Sultan das Evangelium verkündet, sandte er fünf Brüder nach Spanien und Marokko, damit sie dort den Muslimen das Evangelium predigten. Als er die Nachricht von ihrem Martyrium hörte, rief er aus: "Jetzt kann ich wahrhaft sagen, ich habe fünf Brüder" (Analecta Franciscana, III, 596). Von diesem Missionsgeist ist in der Enzyklika nichts übrig geblieben. Heute gilt es, die Gemeinsamkeiten brüderlich zu teilen:

Die Religionsfreiheit ... "bezeugt, dass die Dinge, die wir gemeinsam haben, so zahlreich und wichtig sind, dass es möglich ist, einen Weg entspannten, geordneten und friedlichen Zusammenlebens zu finden, indem man die Unterschiede akzeptiert und sich freut, als Kinder eines einzigen Gottes Geschwister zu sein" (279).

Die zitierten Worte sprach Papst Franziskus bei einer Begegnung mit Vertretern der Regierung und des öffentlichen Lebens Palästinas in Bethlehem 2014. Die Zuhörer gehörten offensichtlich einer monotheistischen Religion an. Im Zusammenhang der Enzyklika jedoch bezieht sich das Zitat jedoch auch auf östliche Religionen, denen ein Eingottglaube fremd ist. Anderen Menschen jedoch eine Lehre "aufzuzwingen", ist dem Pontifex ein Horror (14; 31; 92), und so widerspricht er sich selbst.

An anderer Stelle wird ebenfalls pauschal "verschiedenen Religionen" der Glaube an Gott zugeschrieben:

Wir Gläubige verschiedener Religionen (wissen), dass es für unsere Gesellschaften gut ist, wenn wir GOTT in ihnen gegenwärtig machen (274).

Christen und Nicht-Christen werden so auf gleiche Stufe gestellt.

Einen impliziten Widerspruch enthalten folgende Aussagen:

Ausgehend von der Wertschätzung jedes Menschen als Geschöpf mit der Berufung zur Gotteskindschaft, leisten die verschiedenen Religionen einen wertvollen Beitrag zum Aufbau von Geschwisterlichkeit und zur Verteidigung der Gerechtigkeit in der Gesellschaft. Der Dialog zwischen Menschen verschiedener Religionen findet nicht nur aus Diplomatie, Freundlichkeit oder Toleranz statt. So schreiben die Bischöfe Indiens: »Das Ziel des Dialogs ist es, Freundschaft, Frieden und Harmonie zu begründen sowie moralische und spirituelle Werte und Erfahrungen in einem Geist der Wahrheit und Liebe zu teilen« (271).

Die indische Verfassung enthält zwar die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz, aber in der Praxis wird das Kastensystem aufrecht erhalten. Von wertvollem Beitrag und Geschwisterlichkeit kann in Indien umso weniger die Rede sein, als Christen von der nationalistischen Hindu-Partei diskriminiert werden.

Ein religiöses Grundrecht versucht man in der Enzyklika vergebens: sein religiöses Bekenntnis frei wählen oder wechseln zu können und nicht zu einem Wechsel der Religion gezwungen werden zu können.

ABBRUCH

Bis hierher bin ich im Oktober mit der Rezension gelangt und nicht mehr weitergekommen. Wenn der Eindruck entsteht, die Enzyklika sei als ganze verfehlt, ist kein Ende der Kritik in Sicht. Ich füge noch einige Gedanken einer Rezension bei Amazon zur Benno-Ausgabe hinzu.

Rezension Amazon

Diese Enzyklika erhellt wie ein Blitz in der Nacht den wahren Charakter dieses Pontifex: Er gibt sich in vielerlei Hinsicht bescheiden, einfach, volksnah, demütig, aber unter dieser Ebene seines Denkens und Handelns – ihm wohl zu wenig bewußt und unreflektiert – brodelt ein Magma der Überheblichkeit gegenüber allen seinen Vorgängern: Er will alles anders und auf jeden Fall besser machen als seine Vorgänger. Er will die scheinbaren Ketten von Dogmatismus, Klerikalismus und selbstgerechtem Katholizismus sprengen. Er will kein Papst nur für die katholische Kirche sein, nein, er strebt nach globaler Autorität, um eine friedliche Welt des Miteinanders aller Religionen und Kulturen heraufzuführen. Was seine Enzyklika propagiert, ist nichts weniger als Verrat an der Kirche Jesu Christi aus zwei Gründen:
Erstens, Papst Franziskus gibt den Missionsauftrag Jesu auf. Er verkennt, in welcher Gefangenheit von Ängsten, Unwissen und Aberglauben sich die Angehörigen außerchristlicher Religionen befinden.
Zweitens, er ignoriert die Mächte der gefallenen Engel – den "Teufel", den er paradoxerweise mehr als jeder Papst zuvor nennt – die das Reich Gottes bis zur siegreichen Wiederkunft Christi bekämpfen werden. JESUS nennt sie kollektiv den "Herrscher dieser Welt" (Joh 12,31), und die Apokalypse des Johannes beschreibt den Endkampf der bösen Geister gegen die Kirche Jesu Christi. Jesus unterscheidet scharf zwischen dem Reich Gottes und der Welt und warnt seine Jünger vor Illusionen: "Wenn die Welt euch haßt, dann wißt, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat" (Joh 15,18ff).
Wie kommt es zu einem solchen Versagen dieses Papstes?
Erstens, er hat Vorurteile gegen Dogmen. Statt in ihnen Quellen der Wahrheit und religiöser, geistiger und theologischer Orientierung zu sehen, sind sie für ihn Einengungen für den wahren Glauben. Von diesen Vorurteilen her lehnt er prinzipiell nicht alle Grenzen moralischer Grundsätze ab, aber in konkreter Realität akzeptiert er alle Lebensweisen von Menschen, mit denen er persönlich in Kontakt kommt. Missionierung diskreditiert er als Proselytismus, wie er laut Wiki-Eintrag "Proselytismus" bereits 2013 geäußert hat.
Zweitens, seine Darlegungen in der Enzyklika bezeugen nicht nur Unkenntnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen, sondern hinsichtlich des Begriffs Inkulturation kein erkennbares intellektuelles Niveau, wenn man sie mit der Argumentationshöhe eines Schreibens des "Päpstlichen Rates für die Kultur für eine Kulturpastoral" vom 23. Mai 1999 vergleicht. Die geringe Seriosität der Enzyklika wird kaum wahrgenommen, da sie den schwindenden intellektuellen Anspruch und Bildungsstand heutiger Theologie und Gläubigenmentalität widerspiegelt.

Botschaften

Außerdem bin ich auf Botschaften Jesu an die italienische Ehefrau Sabrina Luraschi Corbetta gestoßen, in denen Papst Franziskus streng getadelt wird. Bezeichnend ist Jesu Wohlwollen zu Beginn des neuen Pontifikats und der deutliche Umschwung seines Urteils nach Veröffentlichung von Amoris Laetitia. Das zeigt, daß Papst Franziskus eine helle segensreiche und ein dunkle unheilvolle Charakterseite hat. Im folgenden sind die Links und die Übersetzung von neun relevanten Stellen angegeben:

https://www.messaggidelsacrocuore.it/2013-03-17-messaggio-del-sacro-cuore-di-gesu-al-sommo-pontefice-papa-francesco

17. März 2013

Schreib nun, Auserwählte, auf meine kostbare Website: Der Herr Jesus, segnet seinen neuen Stellvertreter auf Erden, den Papst Franziskus von ganzem Herzen. Amen."

Franziskus, mein auserwählter und geliebter Sohn, und lieber ergebenster Sohn der Jungfrau, meiner Mutter, der unbefleckten Maria, Freund der Wahrheit und Gefährte der Madonna der Armut, Freund der Niedrigen, der Kleinen, der Enterbten, der Armen: ICH SEGNE DICH. Amen."

"Ich bin Christus, das Oberhaupt der mystischen Braut, der Kirche Gottes."

2017-05-21 L'eresia travestita da misericordia

21. Mai 2017

Und betet für meine arme Kirche auf Erden, die gegenwärtig in einer noch schlimmeren Lage ist als zu Arius Zeiten, denn jetzt wird Häresie von ihrer höchsten Stelle verbreitet.

 

Messaggi del Sacro Cuore di Gesù - 2017-07-13 Non è la Chiesa di Cristo

13. Juli 2017

Eine Kirche, die gleichgeschlechtliche Liebe billigt, ist nicht meine Kirche. Amen.

 

Messaggi del Sacro Cuore di Gesù - 2017-09-24 Dopo la pubblicazione della Correctio filialis rivolta a papa Francesco

24. September 2017

Die ökumenische Messe ist eine falsche Messe.

Das, sage ich und bekräftige es, meine Liebste..., mit tiefem Schmerz meines heiligsten Geistes: denn dass dies in der Mitte meiner heiligen und katholischen Kirche geschieht, ist ganz einfach sehr gravierend. Amen."

Und noch einmal, es gibt inmitten meines heiligen Volkes Bischöfe und Priester - und ein Teil von ihnen ist nicht grundsätzlich böse - die sich besser "Papisten" (= Gefolgsleute des Papstes) nennen als "Christen und Katholiken".

Diese (Papisten) unterstützen weiterhin – trotz gewisser schwerwiegender dogmatischer Irrtümer, die von Franziskus durch seine unglückselige AMORIS LAETITIA verbreitet werden – seine inhaltlich, wenn auch nicht formal häretische Handlungsweise und Behauptungen, von denen einige geradezu absurd und blasphemisch sind: ja, sie beharren auf ihre schwer irrigen pastoralen Leitlinien, obwohl es mittlerweile offensichtlich ist, daß er mit vielen seiner Lehren nicht dem wahren Geist und der wahren katholischen Tradition folgt. Amen."

Ich bin den Autoren der kindlichen Zurechtweisung für Papst Franziskus http://www.correctiofilialis.org/it/ ) zutiefst dankbar und möchte ihnen an diesem glorreichen Sonntag - zu Ehren meiner wunderbaren Auferstehung - sagen, dass sie sich nicht entmutigen oder die Arme sinken lassen sollen, auf dem engen Weg meiner Wahrheit, deren Veröffentlichung sie bewußt beschlossen haben; während der überwiegende Teil der heutigen Menschheit in der Dunkelheit des Irrtums liegt und Sklavin der Unmoral ist: und somit weder das helle Licht, das meine Wahrheit ist, sicher sehen und noch weniger sich entscheiden kann, es aufzunehmen. Amen.

Wo sind die tapferen Bischöfe und Kardinäle?

Wo sind meine wahren Propheten unter dem Klerus?

Geliebte Söhne, die Ihr an meinem ewigen Priestertum mit der außerordentlichen Gnade des geweihten Standes teilhabt - die ihr alle, Bischöfe, Priester, Diakone, wenn auch in unterschiedlichem Rang, erhalten habt - Ich weiß es, ich kenne euch bis zum Grund, jene, die ein gutes Herz unter euch haben, sind zu zögerlich, offen die schwerwiegenden Fehler von Franziskus anzuprangern, weil sie Angst haben, Urheber eines entsetzlichen Schismas im Schoß meiner heiligen und katholischen Kirche genannt zu werden.

Anmerkung: Die folgenden heiligen Worte wurden vom Herrn Jesus mit besonderem Kummer gesprochen:

Liebe Kinder, ich flehe Euch an, denn ich liebe Euch so sehr: Öffnet die Augen Eures Herzens! und seht, dass in der Tat das Schisma bereits existiert!

Nicht ihr, Zeugen meiner ewigen und unveränderlichen Wahrheit, habt das Schisma in Gang gesetzt, sondern AMORIS LAETITIA hat den sogenannten tödlichen Gnadenstoß versetzt, damit endlich - endlich nach Meinung der Freimaurer und der falschen Katholiken - diese Mauer, dieses Bollwerk katholischer Wahrheit nachgebe, die sowohl Johannes Paul II als auch Benedikt XVI., gegen die gravierenden Angriffen des Modernismus – vom heiligen Pius X. zu Recht verurteilt – aufrecht erhalten haben, und des irreführenden lutheranischen moralischen Relativismus, – was meine beiden Diener unter tiefen und fortwährenden moralischen Leiden getan haben: Denn im Vatikan und in meiner heiligen Kirche auf Erden handelt nicht nur mein heiliger und göttlicher erleuchtender Geist durch den freien Willen – den ich, ewiger Gott, allen Menschen geschenkt habe als Adelung ihres Wesens und Ähnlichkeit mit mir, dem höchsten Schöpfer, sondern auch der dämonische Geist und sein Gefolge sind am Werk, mit dem äußersten, meinem diametral entgegengesetzten Ziel: Satan und die Seinen wollen so viele wie möglich irreleiten und die Seelen ins ewige Verderben stürzen, die ich mit dem unendlichen Wert meines ganzen kostbaren Blutes am Kreuz erworben habe.

Bischöfe, Kardinäle, Priester, ich, ich selbst, Jesus Christus, euer Gott und hingebungsvoller Erlöser, bitte euch: Vereinigt euch in einem heiligen Bund, um dem Geist des Feindes zu widerstehen: dem lutheranisch-protestantischen Geist, der jeden Tag mehr und durch tausend Ritzen in das mystische Haus meiner Kirche auf Erden eindringt.

Alle meine geliebten Kinder, ihr katholischen Christen, heute bitte ich euch mit meinem heiligen Herzen, das in meiner durchbohrten Hand brennt: Betet unablässig für die BEKEHRUNG von PAPST FRANZISKUS: Denn wenn er sich nicht von seinen schweren Irrtümern lossagt und schließlich seine Brüder im wahren heiligen und katholischen Glauben bestärkt (Luk 22,23), werden sich schreckliche Finsternisse auf der Welt verbreiten, die sich von der Kirche, meiner Kirche immer mehr abwendet, meiner Kirche, die ein Leuchtturm der Wahrheit und Hoffnung für die Nationen sein sollte.

Und die Züchtigungen werden furchtbar sein. Amen.

Liebe Söhne, meine geliebten Töchter, ihr, die ihr gelehrt seid und die ihr euch in der kindlichen Zurechtweisung mutig erwiesen habt, bei der Liebe zu meiner göttlichen und menschlichen Person und zu meiner unveränderlichen ewigen Wahrheit: Erinnert euch an die arianische Krise des vierten Jahrhunderts … Wieviele blieben bei der Wahrheit und in der Wahrheit? In Wirklichkeit sehr wenige.

So wird es auch in diesen sehr unruhigen Zeiten sein: Es wird nur ein KLEINER REST von treuen Familien und Priestern übrig bleiben. Dieser aber, geistig befruchtet durch den mystischen Tau des Heiligen Geistes und Beistandes, wird in den Augen der ewigen Weisheit Gottes, meines erhabenen und besten Vaters, ausreichend sein, um den wahren christlichen und katholischen Glauben in den dunklen Zeiten der großen und bald eintretenden Drangsal nicht völlig auszulöschen. Amen.

Meine geliebten Kinder, Bekenner meiner Wahrheit, das sollt ihr von jetzt an wissen: euer Lohn in der Ewigkeit wird groß sein.

Denn in dieser feindseligen durch Genußsucht und den Kult der Selbstvergötterung narkotisierten Welt wagt ihr noch eure Stimmen laut zu erheben, um die niedergetretene Ehre meiner Wahrheit zu verteidigen. Amen.

https://www.messaggidelsacrocuore.it/2018-03-17-l-impostura-religiosa-propinata-da-papa-francesco-conduce-anime-all-inferno

17. März 2018

Den Gehorsam, den der heilige Pater Pio von Pietrelcina meinen Stellvertretern erwies, die zu seiner Zeit wirkliche Stellvertreter waren, dafür zu nutzen, um von den Gläubigen und den Seelen, die zur Kirche gehen, die Zustimmung zu den aktuellen - irrigen - LEHREN von FRANZISKUS zu gewinnen, ist einfach ein unwürdiger Akt. Amen.

"Ich bin sehr betrübt und traurig darüber, wenn ich nicht wenige meiner Diener des Altare in einem ständigen Zustand der Todsünde sehe; und ich bin gleichfalls sehr betrübt und schmerzbewegt darüber, dass in vielen meiner Kirchen die schweren Irrtümer des Menschen JORGE MARIO BERGOGLIO widerspruchslos gelehrt werden."

Sie sind dabei, über wesentliche Punkte der katholischen Lehre und der Moral meiner Herde Falsches zu lehren.

Diese ungerechtfertigte Vereinnahmung des Heiligen Bruders von Gargano durch diesen HOCHSTAPLER (impostore), der auf dem Stuhl meines Petrus in Rom sitzt verursacht wirklich, meine geliebte Sabrina, tiefe und schmerzhafte Abscheu.

Betet, liebe Kinder, denn Papst Franziskus trägt durch diese unglückselige AMORIS LAETITIA – im achten Kapitel, aber nicht nur dort – zur Verdammnis einer nicht geringen Zahl von Seelen bei.

Schließlich will ich euch mit großem Ernst sagen: Liebe Kinder, eines ist sicher: Nie hätte mein stigmatisierter Heiliger die sakramentale Absulution und die heilige eucharistische Kommunion Geschiedenen und staatlich Wiederverheirateten und Zusammenlebenden zugestanden.

Und noch einmal, was bedeutet es, wenn der Prediger erklärt, dass ihr, meine Kinder, die Lehren von Papst Franziskus annehmen müßt, auch wenn ihr sie nicht versteht?"

Liebe Kinder, betet, betet, betet, denn Jorge Mario Bergoglio verwandelt meine heilige Kirche auf Erden immer mehr in eine Art diktatorisches Regime, in dem sein Wort gilt und herrscht, und nicht mehr das meine, mein heiligstes Wort. Amen.

§         2019-01-13 Le gravi eresie di Jorge Mario Bergoglio potranno essere completamente distrutte e annientate

13. Januar 2019

Meine geliebten Priester, seid nicht so ängstlich.

Denkt daran: Wenn einer von euch die Stimme erhebt, dann zwei, dann drei, zehn, hundert... dann sage ich euch, der ich die umfassende und höchste Wahrheit bin: Die schweren und verheerenden Häresien des HÄRETIKERS BERGOGLIO können völlig vernichtet und ausgerottet werden. Amen.

Denn die Macht des Teufels und seines Anhangs sind eine falsche Macht, das Licht meiner Wahrheit aber ist unbesiegbar und ewig.

§         2019-02-11 Jorge Mario Bergoglio: né padre, né pastore: mercenario

11. Februar 2019

Ich bin die HEILIGE JUNGFRAU MARIA und komme heute vom Himmel zu dir für meine kleinen kranken Kinder.

Ich breite mitleidig meine barmherzigen und mütterlichen Hände auf euch alle, die ihr an Seele und Leib leidet.

Liebste Söhne, meine geliebten Töchter! Schwer ist die Stunde, die auf der Welt lastet, die ganz erfüllt ist von Ungerechtigkeiten.

Und als ob es nicht schon genug wäre, das Heiligste Herz meines liebsten Sohnes Jesus zu verbittern, anzuwidern und ihm mystischen Schmerz zuzufügen, die bräutliche Kirche ist gegewärtig wie eine traurige Waise, denn sie ist wie eine Tochter ohne Vater: denn JORGE MARIO BERGOGLIO ist in Wahrheit weder Vater noch Hirte, sondern MERCENARIO, bezahlter Knecht (Joh 10,11-13).

(Eigene Anmerkung: Am 4.2.2019 wurde das Dokument von Abu Dhabi unterzeichnet, das alle Religionen von Gott gewollt erklärt. Das bedeutet, daß Papst Franziskus die Verfolgung von Christen ignoriert und somit zu Waisen werden.)

Deshalb, ihr geliebten Kinder, flehe ich euch demütig an: Leidet nicht untätig! Laßt nicht zu, daß Gott geschmäht und gelästert wird!

Anmerkung: Es ist dies hier eine mütterliche Einladung, die eigenen Kreuze Gott in Liebe aufzuopfern.

Liebe Söhne, geliebte Töchter: betet, betet, betet! Denn anderenfalls werdet ihr nicht in der Lage sein, die schweren und großen Prüfungen auszuhalten und siegreich zu bestehen, die auf euch warten, in Kirche und Welt."

Meine geliebten Kinder! Betet jeden Tag den Rosenkranz mit dem Herzen, und ich verspreche euch, dass ich die schmerzenden Wunden eurer Herzen verbinden und die Leiden und Schmerzen eures Körpers lindern werde.

§         2019-03-22 Forte monito del Signore Gesù ai pastori della Chiesa Cattolica

22. März 2019

"Nun, fast drei Jahre seit der weltweiten Verbreitung von AMORIS LAETITIA komme ich selbst, um den Kardinälen und Bischöfen vorzuwerfen - ja, auch jenen unter ihnen, die sich gläubig nennen -, daß sie in Wahrheit zu furchtsam sind."

"Das strahlende Antlitz meiner schönen Braut, die Kirche, ist befleckt durch die Beschmutzungen von JORGE MARIO BERGOGLIOS HÄRESIEN, und was macht ihr? Nichts Entscheidendes."

Meine Hirten und Ihr, mein katholischer Klerus, welch große Enttäuschung seid ihr für mich, Christus, Euren Gott!"

Genügte es, dass ein Mann aus Argentinien kam, der sich in Taten und Worten als HÄRETIKER erwiesen hat, daß in nur wenigen Jahren meine Kirche auf Erden etwas billigte, das absolut nicht zu billigen ist, und zwar, daß öffentliche Sünder ohne Reue mein reinstes und heiligstes Fleisch in der Eucharistie empfangen und in meinem wunderbaren Sakrament der Vergebung eine falsche Absolution für schwere Sünden erhalten können, für Sünden, die sie in Wirklichkeit nicht verabscheuen und nicht aufgeben wollen?"

Kirche der Prostitution! Sodomitische Kirche! Kirche der Päderastie!

Habe ich, euer Gott, euch dafür etwa zum Priesterum berufen, ihr Menschen … und einige unter euch auch zum heiligen Bischofsamt?

Ich habe euch berufen, um Gefährten der Engel zu sein – schon auf Erden, soweit dies möglich ist, und in Reinheit und Liebe zu leben – stattdessen sind viele unter euch unrein geworden und zu Schweinen am Tisch von Babylon, am Tisch der Dämonen. Welcher Schmerz für mein heiligstes Herz!

"Sabrina – würdige Tochter von Pater Ambrogio – im Kampf gegen Häresien, wer wird meine arme Kirche retten, auf die von allen Seiten eingeschlagen wird?

Ja, weil Verräter auf sie mit ihren Todsünden und ihrer zahllosen Schändlichkeiten einschlagen, aber auch Furchtsame sie in ihrem mystischen Leib treffen, weil sie es seit einigen Jahren zulassen, dass die Epidemie des BERGOGLISMUS, einseitig übertriebener Barmherzigkeit und Gutheit (misericordismo e buonismo) meinen heiligen Weinberg - ja, meinen heiligen und auserwählten Weinberg widerspruchslos verwüstet."

Und so sind meine armen Schafe entwurzelt, immer weiter versprengt und verwirrt.

Und in Wahrheit sind diejenigen, die ihnen helfen sollten, ihre Seele zu retten, zu Komplizen und Genossen der Dämonen geworden, um sie ewiger Verdammnis zu überlassen!"

Ihr Männer! Ihr Frauen! Ihr werdet weinen, ihr werdet immerzu weinen, wenn die gerechten Strafen Gottes, meines Vaters, Euch treffen und über euch unversehens kommen werden wie ein Blitz, der von Osten nach Westen dahinfährt!"

Ihr werdet weinen, aber niemand wird Euch zuhören, weil Ihr den Heiligen und Gerechten verachtet habt, um euch euren Schändlichkeiten und Abscheulichkeiten hinzugeben.

Geliebteste Söhne, meine lieben Töchter, betet, betet,betet!

O ihr, die ihr in der Gnade Gottes seid, ich liebe Euch: Ihr seid ein süßer Balsam und ein sanfter Trost für mein durchbohrtes Herz.

Bleibt in meiner Liebe, in meiner Gnade, und damit werdet Ihr meiner armen Kirche auf Erden mehr nützen als viele falsche Diener, die meinen heiligen Tempel besetzen. Amen."

§         2019-04-22 A Francesco - Jorge Mario Bergoglio

22. April 2019

Schreib jetzt nur dieses für den Papst:

Franziskus, Franziskus, ich ermahne dich noch einmal, weil ich dich liebe:

Bekehre dich von deinen schweren Häresien, denn bei deinem jetzigen schuldhaften und verkehrtem Verhalten sage ich dir: du gefährdest ernsthaft dein eigenes ewiges Heil.

§         2019-05-22 Francesco, tu sei un eretico! - Aldo Moro

22. April 2019

Bevor Jorge Mario Bergoglio sich – dazu noch in unzulässiger Weise – in die italienische und internationale Politik einmischt, soll er seine schwerwiegenden Irrtümer widerrufen. Ja, Franziskus, du bist ein Häretiker.

Und was meinen erwählten Sohn Aldo Moro angeht, so sage ich dir heute morgen, dass er, ein Staatsmann und heiliger Mann, im Himmel ist, glücklich für immer mit mir und meiner heiligen Mutter: Und das, weil er ein treuer, wahrhaft ergebener Christ war, und vor allem weil er meine Wahrheit mehr als sein Leben in dieser Welt liebte. Amen.

Geliebte Söhne – wahre katholische Christen – und ihr, geliebte Töchter – wahre gottergebene Frauen, die ihr ständig in meiner heiligen, göttlichen Gnade lebt, euch sage ich: Betet, betet, betet für alle Seelen, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden (Mt 5,10).

 

Mission der Katholischen Kirche

 

Wenn FRATELLI TUTTI der katholischen Kirche den falschen Weg für die rechte Beziehung zu anderen Religionen und Kulturen weist, welcher ist der richtige? Als was sich die katholische Kirche versteht, ist zuletzt in der Erklärung "DOMINUS IESUS" der Glaubenskongregation im Jahr 2000 formuliert worden:

Es gibt ... eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. (17)

Die katholische Kirche leitet diesen Selbstanspruch aus dem Abschiedsgebet Jesu an den Vater ab:

Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast (Joh 17,21).

Diese Selbstdefinition bildet das erste Prinzip des AUFTRAGS der katholischen Kirche. Zwei weitere ergeben sich aus dem Wesen der Kirche:

       Nach seiner Auferstehung gibt Jesus seinen Jüngern den Auftrag:

Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt (Mt 28, 19-20).

       In seiner Abschiedsrede macht Jesus den Jüngern deutlich, daß die Botschaft des Evangeliums auf Haß und Feinschaft der "Welt" trifft (Joh 15, 18; 17, 9-18). Das REICH GOTTES und die WELT schließen sich aus.

Aus diesen drei Prinzipien ergeben sich etwa dei Beziehungen der katholischen Kirche:

       zu den anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften (Rückkehr der Protestanten nach Erkenntnis ihrer Irrtümer, Wiedervereinigung mit der orthodoxen Kirche)

       zu den nicht-christlichen Religionen und Kulturen (Inkulturation in Geist des Evangeliums)

       zur "Welt" (klare Abgrenzung)

Zwischen DIALOG und BEZIEHUNG besteht ein Unterschied: Dialog betont gleiche Ebene der Gesprächspartner und Suche nach Verbindendem, soweit auf beiden Seiten vorhanden. Die Beziehungsbemühung der katholischen Kirche hat jedoch immer ihren Auftrag im Auge zu behalten, auf die Einheit der Kirche Jesu Christi hinzuwirken, die in ihr voll bewahrt ist, und die Botschaft des Evangeliums zu verkünden. An diesem doppelten Auftrag ist Papst Franziskus gescheitert, weil er vom umfassenden Auftrag der katholischen Kirche nicht genügend überzeugt ist, und weil er das Verhältnis von HERRSCHEN und DIENEN nicht verstanden hat. Denn das Evangelium allen Völkern zu verkünden, ist ein DIENST, der in dem unerschütterlichen Glauben besteht, daß Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, daß nur die WAHRHEIT den Menschen von Zwang und Furcht befreit, und daß nur durch Jesus Christus wahre Gottesbeziehung möglich ist. Nach Gottes heilsgeschichtlichem Willen ist die Geschichte des Volkes Israel die Grundlage und Vorlage für alle Völker, in das Heil der Kirche Christi einzutreten. Die Kulturen der Völker haben sich im Licht dieser Heilsgeschichte zu verstehen.

Die katholische Kirche als Bewahrer der vollen Wahrheit Jesu Christi ist also in den drei genannten Beziehungen das SALZ der Erde und das LICHT der Welt.

Es kommt noch eine entscheidende vierte Beziehung oder Dimension hinzu: Die katholische Kirche hat ihren eigenen Gläubigen eine verbindliche Lehre zu vermitteln. Eine wesentliche Hilfe hierfür ist der KATECHISMUS. Dem Ziel verbindlicher Lehre dienen auch Papstenzykliken. Diese werden jedoch von vielen BISCHÖFEN immer weniger normativ aufgenommen.

Hier stellt sich die allgemeine Frage, worin das Lehramt der Kirche gegenüber ihren Gläubigen besteht. Wesentliche Aufgabe aller, die einen geweihten Dienst in der Kirche ausüben, ist es, den Gläubigen den Weg zum EWIGEN HEIL zu weisen. Maßstab für das ewige Heil ist die VOLLKOMMENHEIT, um in die Freuden des ewigen Lebens sofort eingehen zu können. Diese Ausrichtung des Menschen auf sein ewiges Ziel ist in den Worten Jesu enthalten: "Seid vollkommen wie der Vater vollkommen ist" (Mt 5,48). Von jedem Menschen nämlich wird nach seinem Tod Rechenschaft über sein Leben gefordert. Wenn das Maß der Vollkommenheit nicht erreicht ist, muß das Defizit im Läuterungsort des Fegfeuers abgebüßt werden, und wer im Stand der Todsünde stirbt, verfällt der ewigen Verdammnis. Diese Wahrheiten über die letzten Dinge HIMMEL, FEGFEUEER, HÖLLE sind im Zweiten Vatikanischen Konzil, wie mir scheint, zu kurz gekommen. Wenn der Beichtspiegel früherer Zeiten überholt war, hätten neue Maßstäbe sittlichen Strebens festgelegt werden müssen. Denn der katholische Christ bleibt Sünder auch nach dem letzten Konzil. Wie sollte er jedoch seine Sünden erkennen und sie in der Beichte bekennen können, wenn er nicht weiß, welche Gebote der Vollkommenheit er übertreten hat?

Der mit dem Konzil einhergehende Begriff AGGIORNAMENTO"Verheutigung", Aktualisierung, Umsetzung des Evangeliums in die heutige Zeit konnte nicht verhindern, daß er als ANPASSUNG an die MODERNE WELT mißdeutet wurde. Die Zukunft der Kirche erscheint einer Mehrheit von Bischöfen und Gläubigen nur gesichert durch ANSCHLUSSFÄHIGKEIT an die heutige Zeit, also an den ZEITGEIST. Damit aber verschwindet die unüberbrückbare Kluft zwischen REICH GOTTES und WELT, von der Jesus spricht.

Was das Lehramt seinen Gläubigen hätten vermitteln sollen, ist, welche Haltung der Christ zur heutigen Welt von WISSENSCHAFT und TECHNIK einnehmen soll, um SALZ der ERDE sein zu können. Der Christ soll sich ja aus dieser modernen Welt nicht zurückziehen, sondern seinen Beitrag dazu leisten, aber eben in Übereinstimmung mit den Erfordernissen des Evangeliums. Er wird sich also stets bewußt bleiben, daß er IN der Welt, aber nicht VON der Welt ist (Joh 17, 9-19).

Wie steht es um das ewige Heil der WELTMENSCHEN? Fallen sie der ewigen Verdammnis anheim? Die Beantwortung dieser Frage steht dem Christen nicht zu. Seine Sorge hat vielmehr vorrangig seinem eigenen ewigen Heil zu gelten. In dieser Haltung kann er dem Weltmenschen ein glaubwürdiges Zeugnis christlichen Lebens geben. Freilich muß sein Christentum so sein, daß er ein klares Bewußtsein von Gut und Böse hat, sonst kann er sich vom Weltmenschen nicht unterscheiden. Aber eben diese Unterscheidung trifft heute auf Ächtung des Zeitgeistes, der unerbittlich die Anerkennung aller Lebensformen fordert, die nichts mit der göttlichen Naturordnung zu tun haben. Der Christ sollte sich bewußt sein, daß nicht er, wenn er Maßstäbe des Christentums vertritt, diskriminiert, sondern daß das CHRISTENTUM selbst DISKRIMINIERT wird.

Wie verwirklicht die katholische Kirche heute ihren Missionsauftrag? Es gibt ihn noch, den missionarischen Geist, aber er ist schwach im Vergleich zu vergangenen Zeiten. Er blüht, wie mir scheint, heute viel mehr in evangelikalen Christen, deren Glaubenskern darin besteht, daß sie ihr Leben Jesus Christus "übergeben" und sich von ihm in allem leiten lassen.

 

 

Erstellt: Oktober 2020

Beendet: Februar 2021

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