Das SATOR-Quadrat in der Palästra von Pompeji

VI. Gematrische Eigenschaften von AESCULAPIUS

(Fortsetzung des Ausgangsartikels)

a) Übersicht

1.       Es hat sich bisher gezeigt, daß die Begleitinschriften (BI) und das SATOR-Quadrat (SQ) eine Einheit bilden, die gematrisch besonders durch die Zahlen 11 und 19 bestimmt wird. Beide Zahlen haben eine bedeutende Grundlage im Namen des Heilgottes AESCULAPIUS selbst:

·      Das L als 11. Buchstabe des (ursprünglichen) lateinischen Alphabets bildet den Symmetriemittelpunkt sowohl der 21 Buchstaben als auch des Namens. Im Wort VALE empfiehlt der Sprecher den Abschied Nehmenden dem Schutz des Heilgottes.

·      Der Name AESCVLAPIVS enthält je zweimal die Symbole AV der beiden Tetraktys und S für die Schlange.

2.       Die Zahlenwerte ZW der einzelnen Buchstaben sind:

 

A

E

S

C

V

L

A

P

sm

I

V

S

sm

 

ZW

1

5

18

3

20

11

1

15

74

9

20

18

47

121

FW

1

5

8

3

9

11

1

8

46

6

9

8

23

69

 

 

 

 

 

 

 

 

 

120

 

 

 

70

190

Die ZS 121 selbst = 11*11 kann als S-förmige Umkehrung gesehen werden. Die 11 Buchstaben des Namens haben den durchschnittlichen ZW 11.

Aufgeteilt in 8+3 Buchstaben, bilden die ZS 74 und 47 Umkehrungen, die in ihren Einzelziffern bereits als DM- und Radialelemente der Kreisachse genannt wurden:

Die Endung -IUS ist Kennzeichen des römischen Gentilnamens z.B. IUL-IUS, IUN-IUS, CLAUD-IUS, OCTAV-IUS. In ihrer Rückwärtslesung SUI gibt sie die Leserichtungen des SQ als zwei Aussagen von je drei Zeilen an.

Die FS 69 ist die ZS von SATOR. Die Tatsache, daß die ZS von SATOR OPERA ebenso wie von AESCULAPIUS 121 beträgt, setzt AESCULAPIUS in eine enge Beziehung zum SQ, indem die ZS 121 aufgeteilt ist in die FS 69 und die Differenzsumme 52, die der ZS von OPERA entspricht. Die zwei möglichen Aussagen sind SATOR OPERASchöpfer, wirke und ROTAS OPERADu hältst deine Werke in Bewegung.

Die 8:3 Buchstaben teilen die FS 69 in das Verhältnis 46:23 = 2:1 auf. Da 46 die ZS für VIR und FEMINA ist, verdient der Gott von beiden Geschlechtern Vertrauen.

Die ZS+FS 190 verleiht der Zahl 19 ihre Bedeutung in den drei Inschriften.

3.       Ein weitere Umkehrung zeigen die ZS der Vokale und Konsonanten:

 

A

E

V

A

I

V

sm

S

C

L

P

S

sm

GS

ZW

1

5

20

1

9

20

56

18

3

11

15

18

65

121

Stellt man den Umkehrungen die Buchstabenzahl voraus, ist jede Zahl eine S-förmige Umkehrzahl: 6-56, 5-65. Es erscheint als ein seltsamer Hinweis des Schicksals, daß die beiden Archäologen, die dieses SATOR-Quadrat maßgeblich wissenschaftlich bearbeitet und veröffentlicht haben, in den Jahren der ZS-Umkehrungen gestorben sind: Della Corte 1956, Merlin 1965.

Ein Verhältnis von 10:9 ergibt die ZS+FS von ungeraden und geraden Buchstaben:

 

A

S

V

A

I

S

sm

E

C

L

P

V

sm

ZW

1

18

20

1

9

18

67

5

3

11

15

20

54

FW

1

8

9

1

6

8

33

5

3

11

8

9

36

 

 

 

 

 

 

 

100

 

 

 

 

 

90

Das Differenzverhältnis 33:34 der ersten Summe besteht aus zwei angrenzenden Zahlen, das der zweiten aus einem Teilbarkeitsverhältnis 36:18 = 2:1. Die FS ergeben angrenzende Verhältniszahlen 3*(11:12). Sie lassen sich auf drei numerierte Kreisachse beziehen:

 

b) 19 als gemeinsamer Faktor des SQ + der BI

1.       Beginnen wir mit einer ungewöhnlichen Beziehung zwischen dem SQ und AESCULAPIUS auf der Grundlage der ZS+FS:

 

SQ

AE

sm

ZS

303

121

424

FS

249

69

318

 

552

190

742

424:318= 106*(4:3)

Der Aufteilung des gemeinsamen Faktors 106 in 10+6 entsprechen die 4 und 3, indem 1-4 10 und 1-3 6 ergibt. Die Einzelziffern von zweimal 53 sind auf die Radialelemente der DR-Zickzacklinie der beiden konzentrischen Tetraktyskreise zu beziehen:yy

2.       Die ZS+FS 190 von AESCULAPIUS hat einen etwas entfernteren Bezug zum SQ, dessen ZS 303 und FS 249 die FW 104+86 = 190 haben. Die Begleitinschriften (BI) sind so auf das SQ abgestimmt, daß die ZS durch 19 teilbar ist und ebenso die FS, da die Differenzsummen 79+54 = 133 = 7*19 betragen:

 

ZS

FS

sm

Begleitinschriften

286

207

493

SATOR-Quadrat

303

249

552

GS

589

456

1045

456:589 = 19*(24:31) = 5*11*19

GS

589

456

1045

AESCULAPIUS

121

69

190

 

710

525

1235

1235 = 13*5*19

Das Ergebnis hat einen zentralen Bezug zum SQ, dessen Palindromeigenschaft vom Mittelpunkt aus zu definieren und schleifenförmig nach zwei Seiten (hier horizontal) auszuführen ist:

R

O

T

A

S

O

P

E

R

A

T

E

N

E

T

A

R

E

P

O

S

A

T

O

R

Den Faktoren 13*5*19 entsprechen die drei Buchstaben NETer webt. NET OPERA SATOR bedeutet somit: Es webt die Werke der Schöpfer.

3.       Eine wesentliche gematrische Einteilung besteht in der Unterscheidung von primen und zusammengesetzten ZW. Prime ZW (PZ) sind zugleich auch FW, woraus sich stets eine gerade Zahl der ZS+FS ergibt. Die FW von zusammengesetzten ZW (ZG) liegen stets unter den ZW. Unter diesem Gesichtspunkte erhält man für das SQ und die BI folgende Ergebnisse:

 

PZ

ZG

 

 

SQ

BI

sm

SQ

BI

sm

GS

Anz.Bu.

17

18

35

8

7

15

61

ZS

181

138

319

122

148

270

589

FS

181

138

319

68

69

137

456

 

362

276

638

190

217

407

1045

638:407 = 11*(58:37)

Für die ZS+FS der PZ-Werte und der zus.gesetzten ZW ergibt sich Teilbarkeit durch 11. 68+69 sind Konstitutivzahlen ihrer Summe 137. Es werden nun die entsprechenden Summen von AESCULAPIUS hinzugefügt:

 

SQ+BI

AES

sm

SQ+BI

AES

sm

GS

Anz.Bu.

35

5

40

15

6

21

61

ZS

319

21

340

270

100

370

710

FS

319

21

340

137

48

185

525

 

638

42

680

407

148

555

1235

407:148 = 37*(11:4); 680:555 = 5*(136:111) = 5*247 = 5*13*19

Auffälligstes Ergebnis ist, daß die FS 185 der zusammengesetzten Zahlen die Hälfte der ZS 370 beträgt. Auch die ZS+FS 148 von AESCULAPIUS ist durch 37 teilbar. Die Differenz zwischen der FS 48 und der ZS 100 ist 52, das FS:ZS-Verhältnis 4*(12:25), das Differenzverhältnis 4*(12:13). Das 12:13 gibt 6 Erweiterungspunkte + -flächen zu 7 hexagonalen Punkte + 6 Flächen wieder, dasVerhältnis 12:25 12 Erweiterungselemente der Tetraktys und 25 hexagonale Elemente:

Beiden Verhältnissen entspricht das Kreisflächenverhältnis 2:1.

 

Erstellt: Mai 2020

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