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Gematrische Untersuchung der beiden lateinischen Kreuzesinschriften

VI. Beziehung der beiden Zahlenwerte durch Aufgliederung

1.       Die Aufteilung der Kreislinie in zwei Hälften hat gezeigt, daß die beiden Begrenzungspunkte jeweils einer Hälfte angehören können, daß sie also die Gemeinsamkeit der Kreisbogenhälften darstellen. Auch zwischen zwei Zahlen läßt sich eine mögliche Gemeinsamkeit untersuchen, wenn man sie in geeigneter Weise aufschlüsselt.

Die erste Möglichkeit eignet sich besonders für 3-stellige Zahlen, indem man sie in drei 2-stellige Zahlen aufgliedert, z.B. 326 in 32+26+36.

Die zweite Möglichkeit ist für Zahlen aller Stellengrößen geeignet. Man beginnt mit der vordersten Stelle, verbindet sie sodann mit der zweiten und so weiter bis zur letzten Stelle, z.B. Aufgliederung der Zahl 269 in 2+26+269 und von rückwärts in 9+69. Im Sinne des Verhältnisses des Teils zum Ganzen kann man die rückwärtigen (rw.) Zahlen den Vorwärtszahlen (vw.) hinzufügen.

Die zwischen zwei Zahlen möglichen proportionalen Verhältnisse können zwischen den Zahlensummen (ZS), den Faktorensummen (FS) oder beiden bestehen.

Die beiden ZW 326 und 269 sollen nun in der beschriebenen Weise aufgegliedert werden. Ich beschränke mich dabei auf die auffälligsten Ergebnisse.

2.       Erste Aufgliederung:

 

 

 

 

 

Sm.

326

ZW

32

26

36

94

 

FW

10

15

10

35

269

ZW

26

69

29

124

 

FW

15

26

29

70

Sm.

 

83

136

104

 

187:136 = 17*(11:8)

Das Verhältnis der FS ist 35*(1:2). Die Dreizahl ist auf die drei DR zu beziehen, die die drei göttlichen Personen darstellen. Jede DR besteht aus 3*9 Ebenen von Elementen, links, rechts und in der Mitte:

Die Einzelziffern 3 und 5 sind als Radialelemente einmal des inneren und einmal des äußeren Kreises zu verstehen und das dadurch bezeichnete Flächenverhältnis ist 1:3. Dasselbe Verhältnis wird durch das Produkt 5*7 wiedergegeben, da 5 Punkte der DR dem inneren Kreis und 7 Punkte dem ganzen Doppelkreis zugehören.

Die ZS+FS der 1. und 3. Spalte bilden mit denen der Mittelspalte das Verhältnis 17*(11:8) = 17*19. Die Zahlen 11 und 8 gehen aus der doppelten Addition von DM- und Radialelementen hervor: 11 gehören dem inneren Kreis, 8 dem äußeren Kreisring an und bezeichnen das Flächenverhältnis 1:2. Die Zahl 17 ist als Numerierungssumme einer Tetraktysseite zu verstehen, die den Doppelkreis, aus dem sie entstanden ist, durchmißt.

Die Primzahlen 17 und 19 entstehen aus der 9+8 und 10+9 als Komplementärzahlen zu 1+2. Ihre Summe 36 umfaßt jeweils 18 Elemente von zwei Tetraktysrahmen.

3.       Zweite Aufgliederung:

 

 

vw.

 

rw.

 

 

326

ZW

3

32

326

361

6

26

393

 

 

FW

3

10

165

178

5

15

 

198

 

539

 

 

591

269

ZW

2

26

269

297

9

69

375

 

 

FW

2

15

269

286

6

26

 

318

 

583

162

693

 

768

516

539:583 = 11*(49:53)

Die ZS+FS der beiden ZW bilden das Verhältnis 11*(49:53) =11*102 = 1122. Der Faktor 11 ist also eine wesentliche Gemeinsamkeit zwischen beiden Zahlen.

Die Zahl 49 läßt sich am ehesten auf die 49 Elemente des Tetraktyssterns beziehen. Die Hinzufügung von 2 Kreislinien und 2 Kreisflächen ergibt 53. Die Zahl 53 ist auch zu verstehen als Doppelaspekt von 26 Oktaederelementen und 26 Elementen + 1 Volumen.

Der Zahl 1122 entsprechen auch die FW von 11 und 102 = 11+22 = 33. Die Zahl 102 ist der ZW der 8 verschiedenen Buchstaben des SATOR-Quadrats, die zu dem Wort PENSATORder Abwiegende, Vergeltende zusammengefügt werden können.

Durch Hinzufügung der Rückwärtszahlen erhält man den gemeinsamen Faktor 12, wenn man ZS und FS getrennt addiert: 768:516 = 12*(64:43) = 12*107 = 1284.

Die Primzahl 107 ist in der Umkehrzahl 321 dreimal enthalten. Sie bezieht sich vornehmlich auf 10 Punkte der Tetraktys und 7 Punkte des Hexagon und gibt somit das trinitarische Flächenverhältnis 3:1 wider.

Die Bedeutung der gemeinsamen Faktoren 11 und 12 wird klar, wenn man den Kreis durch eine Achse in zwei Hälften teilt und die Durchmesser- und Radialelemente numeriert:

Von den verschiedenen Verrechnungsmöglichkeiten sollen nur die 2*2 ZS+FS berücksichtigt werden:

 

 

 

 

 

Sm.

FW

ZS

539

583

591

693

2406

406

FW

25

64

200

24

313

313

Sm.

 

 

 

 

 

719

Die Primzahl 313 zeigt in den Einzelziffern die grundlegenden trinitarischen Flächenverhältnisse, die auch in der Anordnung der Doppelrautenpunkte sichtbar sind. Die Zahl 719 zeigt dieses Flächenverhältnisse in ihrer Korrespondenz zu den DR-Punkten:

Fläche

3

1

3

7

Punkte

7

5

7

19

 

Die Gesamtsumme 2406 ist zu verstehen als Komplementärsummen der ersten drei Zahlen: 9+8+7 = 24; 1+2+3 = 6, die Produktzahlen 6*401 als Numerierung der 5 DM-Elemente: 2*3+2*2+1.

 

Erstellt: Dezember 2007

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