Die Marmortafel der heiligen AGATHA

ST. AGATHA

 

a) Text, grammatische Strukturen, gematrische Zusammenhänge

b) AGATHA und die Zahl 67

c) Weitere gematrische Zusammenhänge

Die folgenden Ausführungen schließen sich dem Thema "AGATHA, AGNES, LUCIA – eine gematrische Einheit in der LEGENDA AUREA des Jacobus de Voragine" an. Es handelt sich darin um 15 einleitende und charakterisierende Wörter. In beiden Untersuchungen spielt das Wort ETund eine ähnliche Rolle.

a) Text, grammatische Strukturen, gematrische Zusammenhänge

1.      Nach dem Tod der heiligen Agatha ereignete sich nach der Legende ein Wunder. Jacobus von Voragine berichtet:

Als die Gläubigen ihren Leichnam mit Balsam einsalbten und in einen Sarkophag legten, kam ein Jüngling, in Seide gekleidet, mit mehr als hundert wunderschönen Männern, die man noch nie in dieser Gegend gesehen hatte, in weißen, gestickten Gewändern zu ihrem Leichnam, legten vor aller Augen bei ihrem Haupt eine Tafel nieder, und verschwand sogleich. Übersetzung Bruno Häuptli

Die lateinische Inschrift lautet:

Mentem Sanctam Spontaneam,

Honorem Deo Et Patriae Liberationem

Auffällig sind drei Substantive im Akkusativ und das Fehlen eines finiten Verbs. Jacobus übernahm eine erklärende Praphrasierung aus einer etwas früheren Legendensammlung des Vinzenz von Beauvais: Sie lautet übersetzt:

Sie hatte eine heilige Gesinnung, sie gab freiwillig ihr Leben hin,

erwies Gott die Ehre und erwirkte die Befreiung ihrer Heimat.

2.      Die Inschrift klingt ungewöhnlich und rätselhaft, ähnlich einem Orakel. Die acht Wörter sind stilistisch kunstvoll gefügt: Dem ersten Substantiv MENTEM folgen zwei adjektivische Attribute SANCTAM SPONTANEAM. Die zwei Substantive der zweiten Zeile sind chiastisch gestellt. DEO und PATRIAE sind Dativobjekte, letzteres könnte auch Genitivattribut sein.

3.      Der Ausdruck PATRIAE LIBERATIONEM kann sich auf Umstände von Agathas Martyrium beziehen: Als ihr nackter Leib auf Glasscherben und glühenden Kohlen gewälzt wurde, ereignete sich ein Erdbeben. Nach ihrem Tod wurde ihr Verfolger Quintianus von seinen eigenen Pferden getötet. Auf diese Weise wurde die Stadt von einem heidnischen Unmenschen befreit. Vielleicht erinnerten sich die Bewohner an die Inschrift, als ein Jahr später nach einem Ausbruch des Ätna ein Lavastrom die Stadt bedrohte. Da hielten die Bewohnder den Schleier, den ihr Grabmal bedeckte, dem Feuer entgegen, worauf dieses zum Stehen kam.

4.      Man mag die wunderbare Herkunft der Inschrift bezweifeln. Dennoch lenkt ihre orakelhafte, syntaktisch unvollständige Formulierung besondere Aufmerksamkeit auf sich, als wolle sie dazu auffordern, ihre tieferen Geheimnisse zu erforschen. Die offensichtliche gematrische Konstruktion kann dazu beitragen. Entsprechend den drei A im Namen AGATHA wird die göttliche Dreifaltigkeit als Dreiheit in der Einheit ein Hauptthema sein. Die vorherige Untersuchung der gematrischen Konstruktion des Jacobus von Voragine zeigte die Bedeutung der 4Werte, die daher bereits zu Beginn ermittelt werden sollen:

 

Bu.

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

MENTEM

6

66

56

122

16

13

29

151

SANCTAM

7

67

52

119

67

17

84

203

SPONTANEAM

10

111

84

195

40

14

54

249

 

23

244

192

436

123

44

167

603

HONOREM

7

83

66

149

83

16

99

248

DEO

3

23

18

41

23

8

31

72

ET

2

24

24

48

9

9

18

66

PATRIAE

7

67

57

124

67

22

89

213

LIBERATIONEM

12

117

101

218

19

101

120

338

sm

31

314

266

580

201

156

357

937

GS

54

558

458

1016

324

200

524

1540

558 = 18*31 >FW 39 = 3*13; 1540 = 10*11*14

Die ZS 558 und ihr FW 39 enthalten als Faktoren die trinitarischen Umkehrzahlen 31 und 13. Die Faktoren der ZS 117 sind 9*13. Durch 9 teilbar sind die Summen 23+67 = 90 und 111+24 = 135, was das ZS-Verhältnis 342:216 = 18*(19:12) ermöglicht. In 19+12 lassen sich 31 Rahmenelemente eines DR-Kreuzes aufteilen.

Teilbarkeit durch 14 ergibt sich, wenn man den ZS und FS ihre jeweiligen FW-Summen hinzufügt: 558+324 = 882 = 2*21²; 458+200 = 658 = 14*47; 658:882 = 14*(47:63). 47 ist die ZS von DEUS, die Einzelziffern der Zahlen 47 und 63 ergänzen sich komplementär zu 10.

5.      Das Wort ET nimmt – wie in den oben behandelten Wortgruppen von AGNES, LUCIA und AGATHA – eine Sonderrolle ein. Läßt man seine 4W-Summe 66 unberücksichtigt, ergeben sich folgende Zahlenverhältnisse:

   Die 4W-Summen der ersten und zweiten Zeile haben das Verhältnis 603:871 = 67*(9:13). Die Verhältniszahlen 9 und 13 geben die Elemente von zwei und drei Achsen wieder:

Die beiden Figuren sind grundlegend für das Dezimalsystem, weil sie die Zehnzahl von Maßeinheiten enthalten.

   Die 4W-Summen der drei Substantive und der vier übrigen Wörter ist jeweils gleich: 151+248+338 = 737 und 203+249+72+213 = 737 = 11*67. Trinitarische Faktoren enthalten die Summen 248 = 8*31 und 338 = 2*13². Die Buchstabenzahl der beiden Wortgruppen beträgt 25 und 27.

Das Ergebnis der 4W-Summen der beiden Adjektive 203+249 = 452 = 4*113 läßt sich als 4*(11+13) interpretieren und auf die Zusammensetzung des Oktaeders beziehen. Die übrige Summe 1022 enthält die Faktoren 2*7*73 und damit die Einzelziffern von 2*737. Die Zahlen 7 und 7+3 weisen auf 7 Punkte des Hexagons und 10 Punkte der Tetraktys hin. Sie geben das Kreisflächenverhältnis 1:3 wieder.

Insofern AGATHA als Subjekt zum inschriftlichen Text hinzuzudenken ist, läßt sich ein komplementärer Zusammenhang zwischen dem Namen und der Inschrift erkennen: Die Zahl 7 ist zweimal vertreten: durch 7 A der Inschrift und dem Buchstaben G mit dem ZW 7 in AGATHA, die Zahl 3 durch 3 A in AGATHA. Folglich entfällt der Buchstabe G in der Inschrift.

Die Tetraktys besteht aus 37 Elementen und ist ein wesentliches Thema der Inschrift, da die ZS von AGATHA 37 ist.

Auf die verschiedenen Bedeutungen der Zahl 67 soll hier nicht näher eingegangen werden. Ihre besondere Rolle hängt wohl mir der ZS 67 von VIRGOJungfrau zusammen.

   Die ZS 67 ist einmal in jeder Zeile enthalten (SANCTAM, PATRIAE); als Primzahl ist auch ihr FW jeweils 67. Läßt man 2*67 in jeder Zeile unberücksichtigt, so beträgt das Verhältnis nun 67*(7:11). Die Verhältniszahlen sind auf die 11 Elemente der Raute zu beziehen:

Das Verhältnis von 7:11 Elementen gibt das Kreisflächenverhältnis 1:3 wieder.

6.      Neben 2*67 = 134 sind auch 83 und 23 Primzahlen mit der Gesamtsumme 240. Für die ZS 558 + ihre FW-Summe 324 ergibt sich so das Verhältnis der Primzahlen zu den übrigen Zahlen von 480:402 = 6*(80:67) mit erneutem Faktor 67.

7.      Die 54 Buchstaben sind nach Häufigkeit folgendermaßen verteilt:

a(7) e(9) i(3) o(5)

24

149

115

264

b(1) c(1) d(1) h(1) l(1) m(6) n(6) p(2) r(3) s(2) t(6)

30

409

343

752

264:752 = 8*(33:94)

Die ZS+FS der Zahlen 1-21 beträgt 231+165 = 396 = 36*11. Sechs von 21 Buchstaben sind nicht vertreten: U; F,G,K,Q,X. Ihre ZS+FS ist 80+46 = 126. Das Verhältnis zur übrigen ZS+FS 151+119 = 270 beträgt 18*(7:15). Die Zahl 151 ist auf die 7 Punkte und 119 = 7*17 auf die 15 Rahmenelemente der Doppelraute (DR) zu beziehen.

Fügt man noch das G in AGATHA hinzu, beträgt das ZS+FS-Verhältnis der 16:5 Buchstaben 284:112 = 396 >FW 21. Deren FW sind 75+15 = 90 >FW 13. 21:13 DR-Elemente bedeuten das Kreisflächenverhältnis 3:1, die Summe 396+90 = 486 = 2*35. 112 ist die ZS des Namens CHRISTUS.

8.      Nun könnte die Grabinschrift zu einer beliebigen Frau gehören. Wie kann aber gematrisch erkennbar gemacht werden, daß es sich um die heilige AGATHA handelt? Als erster Beweispunkt ist anzunehmen, daß die Teilbarkeit der 4W-Summe 1540 durch 11 sich nach der ihres Namens richtete:

AGATHA

37

35

72

37

12

49

121

121 = 11*11

Fügt man AGATHA als Subjekt der Inschrift hinzu, beträgt die neue ZS 558+37 = 595 und die FS 458+35 = 493. Das FS:ZS-Verhältnis beträgt nun 17*(29:35). Die geometrische Entsprechung von drei A findet sich in der "Fischfigur", deren 6 Punkte und 8 Linien 3 Dreiecke umschließen und die in der Tetraktys dreimal und in der DR zweimal zu erkennen ist:

Aus zwei Tetraktys ergibt sich die doppelte Summe 102. Die Differenz der FS 458 zur ZS 558 erhöhte sich nach Hinzutreten des Buchstabens H in AGATHA um 2 auf 102.

Die Einzelziffern der ZS 595 stellen ein Achsenkreuz aus 10+9 Elementen dar, die ZS+FS 1088 ein Achsenkreuz aus Mittelpunkt und zweimal 8 Symmetrieelemten.

Die Zahlen 29 und 35 spielen eine bedeutende Rolle in der lateinischen Gematrie. Sie bestehen aus den Buchstaben I+V = 9+20 = 29 und den Zahlzeichenbedeutungen 1+5 = 6. Interpretiert man die beiden Buchstaben IV einmal ohne und einmal mit Zahlzeichen, läßt sich die Umkehrung IVVI = IUVIich habe geholfen bilden.

Nun hat jedoch nicht der Gott IVPPITER oder die Göttin IVNO der Märtyrin geholfen, sondern der wahre Gott der Christen. Dies dürfte der Grund sein, warum in der Inschrift kein U vorkommt.

9.      Die besondere Rolle der Zahlen 17 und 29 ist der Grund für das ungewöhnliche Auftreten von drei Akkusativen mit der Endung -EM und keinem Prädikat. Ihre ZW sind 5+12 = 17, ihre FW 5+7 = 12, zusammen 29. Die Faktoren der zusammengesetzten Zahl 512 sind 2 hoch 9. Ein DR-Kreuz aus 29 Rahmenelementen setzt sich zusammen aus 17 hexegonalen und 12 Erweiterungselementen:

17:12 Rahmenelemente bedeuten das trinitarische Kreisflächenverhältnis 1:2 , 17:29 Elemente das Verhältnis 1:3. Dasselbe Verhältnis wird durch 5:7 DR-Punkte wiedergegeben. Die Einzelziffern der ZW-Addition 5+12 sind auf 5:3 Radialelemente zu beziehen und bedeuten das Kreisflächenverhältnis 3:1.

Auch die Endung -AM zeigt in den Einzelziffern der ZW 1+12 das Kreisflächenverhältnis 1:3. Ihr doppeltes Vorkommen ist insofern sinnvoll, als die ZS des Namens CHRISTUS 112 ist und ebenfalls 112 die FS von IESUS (36) CHRISTUS (76). Die Adjektive SANCTAM und SPONTANEAM erweist die heilige Agatha in der besonderen Nachfolge Jesu Christi.

Faßt man die ZW 1+12 und die FW 1+7 zusammen, ergibt sich ein Verhältnis von 13 hexagonalen zu 8 Erweiterungselementen der DR, die das Kreisflächenverhältnis 1:2 wiedergeben.

Zweimal die Endung -AM bedeutet die Bildung eines DR-Kreuzes und eines Oktaeders.

10.   Auffällig sind die ZS 558 und die FS 458 wegen derselben hinteren zwei Stellen. Die Namen IESUS CHRISTUS bestehen aus 5 und 8 Buchstaben. Geometrischer Bezug sind die Radialelemente der DR, die in einem Kreis doppelt vorhanden sind:

Der äußere Kreis wird einmal nur in seiner Erweiterung (2 Flächeneinheiten) und einmal als ganzer Kreis (3 FE). Die Einzelziffern 5 und 4 der ZS 558 und der FS 458 beziehen sich auf 5 hexagonale und 4 Erweiterungselemente des zickzackförmigen Durchmessers der DR.

Dem Verhältnis der Radialelemente 5:8 entsprechen die zu 1:2 und 1:3 komplementären Verhältnisse 9:8 und 9:7 zusammen mit ihren FW: Die FW der beiden Zahlenpaare sind 6+7 = 13 und 6+6 = 12. Die Additionen 16+13 und 17+12 ergeben beide Male 29 und zusammen 58.

11.   Zu klären ist der Faktor 18, der deutlich in der ZS 558 = 18*31 und ihrer FW-Summe 324 = 18*18 in Erscheinung tritt. Ähnlich wie die Zahlen 9 und 7 sind auch 10 und 8 die trinitarischen Komplementärzahlen zu 1 und 3. Ihre FW sind 7+6 = 13, so daß die Addition 18+13 zur Umkehrung 31 führt. Die geometrische Entsprechung besteht in 13 Elementen dreier Hexagonachsen und Tetraktysseiten:

Das Verhältnis der FW-Summe 324 zu ihrer ZS 558 zeigt eben dieses Verhältnis: 324:558 = 18*(18:31) >FW 39 = 3*13. Die interne Differenz der Verhältniszahlen 18:31 zwischen FS und ZS beträgt 13. Die Faktoren des FW 39 = 3*13 geben die 7 Flächeneinheiten der 5+8 Radialelemente wieder.

12.   Auch die Bedeutung der 54 Buchstaben verlangt nach einer Erklärung. Ohne ET ergeben 25 Buchstaben der drei Substantive die gleiche 4W-Summe 737 wie die 27 Buchstaben der vier untergeordneten Wörter. Fügt man ET mir der 4W-Summe 66 zu den 25 Buchstaben hinzu, ist das Zahlenverhältnis von 27:27 Buchstaben 11*(73:63). Die gleichen Zahlen sind so zu verstehen, daß der Tetraktysstern sich innerhalb zweier konzentrischer Kreise befindet, die aus je 3 Elementen bestehen: Mittelpunkt, Kreislinie und Fläche. Demnach kommen nach Erstellung des ersten Kreises 24 hexagonale Elemente hinzu. Durch Zusammensetzung erhält man die dreistellige Zahl 324 = 18², die als FW-Summe der acht ZS ermittelt wurde. Die Zahl 18 könnte als 6*3 Radialelemente der drei Hexagonachsen zu verstehen sein. Zu den 25 Elementen des Hexagons kommen durch Verlängerung der 6 Segmentlinien weitere 24 Elemente hinzu. Für einen weiteren Kreisbogen ist der Mittelpunkt einerseits schon vorhanden, andererseits muß er ein zweites Mal aufgesucht werden. Daraus ergibt sich die zusammengesetzte Zahl 243, welche die ZS+FS der beiden Wörter SANCTAM PATRIAE ist:

SANCTAM

7

67

52

119

PATRIAE

7

67

57

124

 

 

134

109

243

119 =7*17; 124 = 4*31

Insofern der Mittelpunkt schon vorhanden ist, besteht die Hinzufügung des ET aus den zwei Elementen des äußeren Kreisbogens und seiner umschlossenen Fläche. Das Flächenverhältnis 3:1 zeigt sich in der Addition der FS der beiden Zahlen 324 und 243: 16+15 = 31.

Da Jesus Christus alles zum göttlichen Ursprung zurückführt, ist es sinnvoll, die übergeordneten Substantive dem Außenbereich und die abhängigen Wörter dem hexagonalen Bereich zuzuordnen.

b) AGATHA und die Zahl 67

1.      Die 4W-Summe von AGATHA 121 = 11*11 bezieht sich auf zwei Rauten, deren Enden zur Oktaederbildung zusammengefügt werden. Die DR geht aus einem hexagonalen Doppeldreieck hervor, das aus 13 Elementen besteht: 5 Punkten, 6 Linien und 2 Flächen. Faßt man Punkte und Flächen zusammen, erhält man zusammengesetzt die Zahl 67.

Was für zwei Rauten gilt, das trifft auch auf das hexagonale Dreieck zu: Auch dieses wird bei der Vereinigung der DR-Enden verdoppelt:

Martyrium der hl. AGATHA

Bei der Vereinigung der beiden der äußeren zwei Dreiecke, die aus jeweils 7 Elementen bestehen, entfällt ein Punkt, so daß auch das zweite Doppeldreieck aus 6+7 Elementen besteht.

2.      Nun bestand das Martyrium der heiligen AGATHA darin, daß man ihr die Brüste verstümmelte. Die Form weiblicher Brüste kann man sowohl in zwei Rauten als auch in den einander zugewandten Dreiecken des Doppeldreiecks erkennen. Der lateinische Plural für Brüste ist MAMILLAE. Die Buchstaben M und L sind jeweils doppelt vertreten. In liegender Form läßt das sanduhrförmige Doppeldreieck von oben und von unten den Umriß eines M erkennen. Der ZW für L ist 11, was den Elementen einer Raute entspricht. Nun kommt das L in der Inschrift nur einmal vor, das M jedoch sechsmal, davon zweimal mit der Endung -AM, deren ZS 13 beträgt. Es ist also zu vermuten, daß die Inschrift das ungewöhnlich grausame Martyrium Agathas gematrisch zum Ausdruck bringt.

Wenn ein gleichseitiges Dreieck als Symbol einer weiblichen Brust gelten kann, enthält sowohl das Hexagon als auch seine Erweiterung zum Hexagramm jeweils 6 Dreiecke, die aus je 7 Elementen bestehen. Der Zahl von folglich 84 Elementen wird als FS von SPONTANEAM Rechnung getragen.

3.      Die 4Werte des Wortes MAMILLAE sind folgende:

 

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

MAMILLAE

62

49

111

33

14

47

158

62 = 2*31; 62+33 = 95 = 5*19 = ET

111 = 3*37

Von den beiden Enden gesehen, besteht eine DR aus 3 Punkten und dem Mittelpunkt. In diesem Sinn ist die ZS 62 zu verstehen. Die Summe 95 weist durch 5*19 auf die Oktaederbildung hin, den Zahlen 5 und 19 entspricht das Verbindungswort ET. Die FS 49 ist auf die 49 Elemente des Hexagramms beziehbar.

Der ZS+FS 111 entspricht die ZS von SPONTANEAM. AGATHA, deren ZS 37 beträgt, ist somit in besonderer Weise auf den dreieinen Gott ausgerichtet: Agatha ist so unerschrocken zum Martyrium bereit, daß sie selbst durch die Androhung schlimmster Mißhandlungen nicht von ihrem Glauben abgebracht wird. Als ihr nach langer Quälerei die Brüste abgeschnitten werden, wird sie vom heiligen Petrus im Gefängnis besucht und in ihrer körperlichen Unversehrtheit wiederhergestellt. Ihr Martyrium wird in der Inschrift gematrisch auf verschiedene Weise gestaltet, z.B. durch die Häufigkeit der Buchstaben des Wortes MAMILLAE:

 

A

L

sm

M

I

E

sm

GS

Hfk.

7

1

8

6

3

9

12

26

ZW

1

11

12

12

9

5

14

38

ZS

7

11

18

72

27

45

72

162

18:72:72 = 18*(1:4:4)

Die Häufigkeit 26 entspricht der Zahl der Oktaederelemente, die aus 8 Flächen, 6 Ecken und 12 Kanten besteht und die in der Tabelle so gruppiert sind, daß die zugehörigen ZS jeweils durch 18 teilbar sind. Das Verhältnis 1:4:4 gibt die 9 Durchmesserelemente der DR wieder. Das ZS-Verhältnis der 26:28 Buchstaben beträgt 18*(9:22).

Ein Oktaeder besteht aus zwei Pyramiden mit einer gemeinsamen quadratischen Mittelbasis. Die Pyramiden können zwei weibliche Brüste symbolisieren:

 

MAMILLAE enthält zweimal den lateinische Wortstamm ALM-nährend und drückt so doppelt die Bedeutung des Wortes aus. Die ZS von ALM ist 24 und unter zweimal 11+13 Elementen sind die Oberfläche des Oktaeders ablesbar.

Die Form einer weiblichen Brust ist im Oktaeder nur unter dem Blickwinkel des sanduhrförmigen Doppeldreiecks erkennbar, das sich zweimal oben und zweimal unten über die Spitze auf die andere Seite erstreckt. Der Rautenblickwinkel ist nicht dazu geeignet. Wenn also auch zwei liegende Rauten weibliche Brüste darstellen, dann geht ihr Ersatz durch die wunderbare Heilung durch heiligen Petrus einher mit einer Verschiebung der Zahl 11 zu 13.

Unter dem einzigen Blickwinkel von 13 Elementen des Doppeldreiecks sind vier erforderlich, um einen ganzen Oktaeder abzudecken. Dies ist die sinnvolle ZS 67 von SANCTAM und PATRIAE. Die gleiche FS 67 ist dann gewissermaßen das Spiegelbild des jeweilig ersten Doppeldreiecks: Beide Wörter bestehen aus 7 Buchstaben, die jeweils 7 Punkten des Hexagons und des Erweiterungskreises entsprechen. Unter diesem Gesichtspunkt bezieht sich die Zahl 6 der ZS auf jeweils 6 Dreiecke. Die 4Werte der beiden Wörter sind folgende:

 

ZS

FW

sm

FS

FW

sm

GS

SANCTAM

67

67

134

52

17

84

203

PATRIAE

67

67

134

57

22

89

213

 

134

134

268

109

39

148

416

416 = 32*13; 148 = 4*37

Setzt man je eine ZS+FS 134 einem Hexagramm gleich, entsprechen beiden den Elementen von je zwei Tetraktys. Durchschnittlich ist die 4W-Summe jeweils 208, deren Faktoren 16*13 29 Rahmenelemente des DR-Kreuzes entsprechen und so parallel zwei Oktaeder hinzutreten:

4.      Die trinitarische Bedeutung der Zahl 111 erstreckt sich auch auf ihre Addition mit ihrem FW 40 zu 151. Die Einzelziffern dieser Palindromzahl gibt die 5 hexagonalen Punkte und 2 Erweiterungspunkte der DR wieder:

2:5 Punkte geben das trinitarische Kreisflächenverhältnis 2:1 wieder. Nun wurde bereits oben die ZS 151 für die 15 verschiedenen Buchstaben der Inschrift ermittelt. 151*11 = 1661 betragen auch die 4W-Summen 1540 der Inschrift + 121 von AGATHA. Die Hinzufügung des ZW 7 für G zu 151 ergibt 158, die 4W-Summe von MAMILLAE. Die Einzelziffern der Zahl 158 sind auf den Oktaeder beziehbar, insofern eine Bahn von Elementen ab der unteren oder oberen Spitze aus 8 Elementen besteht und die jeweils gegenüberliegende Spitze das 5. Element darstellt. Teilt man 158 in 15+8 auf, bedeutet die Zahl 8 den FW von 15. Aus 15 Rahmenelementen besteht die DR, die auf die Oktaederbildung hingeordnet ist.

Die Einzelziffern der Zahl 1661 geben – ohne Einbeziehung der beiden konzentrischen Kreise – die Konstruktion des Hexagramms wieder: Sie beginnt mit dem Mittelpunkt, entwickelt die Erweiterung und kehrt zum Mittelpunkt zwecks eines äußeren Kreisbogens zurück.

151 ist außerdem die 4W-Summe von MENTEM und – in Verdoppelung – die ZS und ihre FW von HONOREM und LIBERATIONEM, die den chiastischen Rahmen der zweiten Zeile bilden:

HONOREM

7

83

83

166

LIBERATIONEM

12

117

19

136

 

 

200

102

302

302 = 2*151

5.      Nach der Legende wurde Agatha auf ein Foltergerät gehängt, dessen Form nicht bekannt ist. Darin ist sie Jesus Christus gleich geworden, der am Kreuz hing. Die Zahl 67 kann demnach ein Achsenkreuz AK9 bedeuten, dessen zwei Achsen aus 33 und 34 Elementen bestehen:

Zwei gleiche ZS würden das kreuzähnliche Gerät und der Mensch darauf bedeuten. Zwei Achsenkreuze werden auch durch die ZS+FS 1088 = 34*32 der Inschrift + AGATHA nahegelegt. Die Einzelziffern 1+8+8 sind hinsichtlich ihrer Faktoren als 9+8 Punkte eines Achsenkreuzes AK5 zu verstehen. Unter Einbeziehung der Linien (Maßeinheiten) besteht die eine Achse aus 17, die zweite aus 16 Elementen:

6.      Die heilige Agatha wurde weiterhin gemartert, indem sie auf Scherben und glühenden Kohlen gewälzt wurde, woran sie unter Qualen starb. Es ist denkbar, daß auch die Scherben durch Dreiecke versinnbildlicht werden.

Martyrium der hl. Agatha von Francesco Guarino (1611-1654)

c) Weitere gematrische Zusammenhänge

 

 

INHALT 2

Erstellt: März 2015