PARCERE SUBIECTIS ET DEBELLARE SUPERBOS

Das Verhältnis des Vergilverses zum SATOR Quadrat

1.       Der erste Teil zu den folgenden Ausführungen ist auf Englisch verfaßt und sollte gelesen werden, wenn das Verständnis es erfordert. Die Zahlensummen und Faktorensummen der 5 Wörter sind:

 

ZS

FS

sm

 

ZS

FS

sm

 

ZS

FS

sm

SM

SM

GS

PARCERE

63

56

119

ET

24

24

48

DEBELLARE

61

61

122

 

 

 

SUBIECTIS

103

66

169

 

 

 

 

SUPERBOS

109

66

175

 

 

 

sm

166

122

288

 

24

24

 

 

170

127

297

360

273

633

273 = 21*13; 633 = 3*211 = FV 214 = 2*107

Vokale und Konsonanten nach Häufigkeite geordnet:

a(2) e(8) i(2) o(1) u(2)

V 15

114

b(3) c(2) d(1) l(2) p(2) r(4) s(4) t(2)

K 20

246

Seit fast hundert Jahren ist bekannt, daß 21 der 25 Buchstaben des SQ ein PATER NOSTER-Kreuz bilden können. Übrig bleiben zweimal A und O. Es ist zu beweisen, daß dies auch Vergil bekannt war und daß er dies in seinem Vers bedachte.

Die Buchstaben A und O sind auf den Querlinien eines Doppelrautenkreuzes integrierbar:

Den 11 Buchstaben eines PATERNOSTER je Doppelraute (DR) wird also noch ein 12. und 13. Buchstabe hinzugefügt. Den Einzelzahlen entsprechen die Kreisflächenflächenverhältnisse 1:2 und 1:3 der beiden konzentrischen Tetraktyskreise. Indem Vergil den Buchstaben N vermieden hat, beträgt die Zahlensumme (ZS) und Faktorensumme (FS) der 7 verschiedenen Buchstaben des SQ 89+67 = 156 = 12*13.

Die 21 Elemente des reinen PATERNOSTER-Kreuzes lassen sich in 13 Punkte und 8 Dreiecksflächen aufteilen. Ihre ZS und FS sind:

Bu.

13

8

 

ZS

199

74

273

FS

165

64

229

 

364

138

502

Die Buchstaben in je vier Dreiecksflächen haben die ZS 37, die Zahl der Tetraktys-Elemente.

Durch Faltung der Querlinien und Vereinigung der äußeren Punkte ist ein DR-Kreuz zu einem Oktaeder zusammensetzbar. Die PATERNOSTER-Anordnung führt zu folgenden ZS auf den drei Oktaederebenen:

Die drei Zahlenwerte (ZW) auf beiden Querlinien betragen jeweils 38:

 

S

A

T

sm

T

E

O

sm

GS

ZW

18

1

19

38

19

5

14

38

76

FW

8

1

19

28

19

5

9

33

61

 

 

 

 

66

 

 

 

71

137

Aus den Buchstaben (S+A)+T ist ein Sinn der Zahl 38 erkennbar: Eine Tetraktys besteht aus 10 Punkten + 9 Dreiecksflächen und aus 18 Linien, zusammen aus 37 Elementen. Die Faktoren der Zahl 361, als 36 Elemente + Mittelpunkt lesbar, sind 19*19. Berücksichtigt man die 18 Linien nicht, wird ihnen gewissermaßen der Mittelpunkt entzogen. Da für den äußeren Kreisbogen der hexagonale Kreismittelpunkt ein zweites Mal benutzt wird, kann dieser den Linien zugeteilt werden.

Eine dritte Möglichkeit für die Summe 19 kommt durch 9 Punkte und 9 Linien der drei Tetraktysseiten + Mittelpunkt zustande. Dieser Aspekt könnte für die Buchstaben TOE in Frage kommen, da sich der ZW 14 des O auf die Rahmenelemente der DR ohne Mittelpunkt bezieht, die mit einer Spitze einer Tetraktys beginnt und über ihr Ende hinausragt:

Den 19, 14 und 5 Elementen entsprechen 3+3+1 Kreisflächeneinheiten. Dieser Ineinanderfügung liegen die 3 Mittelbuchstaben des äußeren SQ-Rahmens zugrunde:

2.       Der Vergilvers enthält 13 verschiedene Buchstaben, davon 7 im SQ:

 

ZS

FS

sm

SQ

89

67

156

Rest

49

35

84

 

138

102

240

156:84 = 12*(13:7)

35:49 = 7*(5:7)

Die 13 Buchstaben entsprechen den 11+2 Buchstaben einer PATERNOSTER-DR. Es bleiben 22 Buchstaben übrig. Die 13+22 Buchstaben lassen sich folgendermaßen in einem DR-Kreuz eintragen:

Die 7 SQ-Buchstaben werden in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens auf die 7 vertikalen DR-Punkte gesetzt, für die vier Dreiecksflächen stellt jede Vershälfte zwei Buchstaben zur Verfügung und die Buchstaben UB sind in jeder Hälfte enthalten, sie werden den beiden Querlinien zugeordnet. Die übrigen Buchstaben werden von links nach rechts, wieder in der Reihenfolge ihres Vorkommens, auf zweimal 11 DR-Elemente gesetzt. Der Mittelpunkt ist auf diese Weise zweimal vertreten.

Die Buchstaben UBSU der Querlinien haben die ZS 60, das Doppelte von zweimal A+O (1+14). Die Buchstaben RUA der unteren Raute haben die ZS 38 wie die entsprechenden Buchstaben des PATERNOSTER- Kreuzes.

Ordnet man die untere + rechte Raute und linke + obere Raute einander zu, ist die ZS der Buchstaben auf den Querpunkten (PARS, ISTE jeweils 51, entsprechend den beiden Hälften von PENS|ATOR, den 8 verschiedenen SQ-Buchstaben. Die ZS 162 der Querlinien und Querpunkte bildet zu Restsumme 198 das Verhältnis 18*(9:11).

3.       Auffällig sind die durch 7 teilbaren ZS und FS der einander zugeordneten Rauten, deren Addition 434 = 14*31 ergibt, lesbar als (7+7) und (3+1): Um den äußeren Kreis des Tetraktyssterns zu ziehen, ist als 7. Punkt der Erweiterung der hexagonale Mittelpunkt ein zweites Mal zu verwenden. Daher bedeutet 7+7 Punkte das Kreisflächenverhältnis 3:1.

Eine Raute besteht aus 11 Elementen. Durch die Mittellinie aus 3 Elementen wird sie in ein oberes und spiegelsymmetrisches unteres Dreieck aus je 4 Elementen geteilt und bildet so in zweidimensionaler Weise die Dreidimensionalität des Oktaeders ab:

In einer anderen Sichtweise bilden die Mittellinie und zwei Dreiecksflächen drei Elemente, die durch 4 Punkte + 4 Linien eingerahmt werden. In zweistelliger Zusammensetzung wird die Raute durch die Zahlen 38 und 83 dargestellt. Die Zahl 8 kennzeichnet den Oktaederumlauf aus 8 Elementen im Unterschied zu 9 Elementen des DR-Durchmessers.

Der Oktaeder ist durch 4 einzelne Rauten zusammensetzbar, was sich auch durch die Verrechnung der beiden Summen 434 und 199 zeigt:

 

 

 

sm

FW

sm

FW

SM

434

199

633

214

 

 

FW

40

199

239

239

 

 

sm

 

 

872

453

1325

63

FW

 

 

115

154

269

269

sm

 

 

 

 

 

332

434= 14*31; 332 = 4*83

4.       Der Bezug von Vergils gematrischer Konstruktion zum PATERNOSTER DR-Kreuz aus je 11 Buchstaben zeigt sich in der ZS+FS 633 = 3*211 >FW 214: Die Primzahl 211 läßt sich aufteilen in 2+11 Buchstaben einer DR (unter Einschluß von A und O) und 214 in 21+4 = 25 Buchstaben des SQ, was sich an drei Hexagonfiguren zeigen läßt:

Die linken drei Doppeldreiecke aus je 13 Elementen zeigen die Gleichheit der drei göttlichen Personen, die mittlere Figur die Gleichheit der ersten und beiden Person, die durch die dritte Person des mittleren Doppeldreiecks miteinander verbunden werden. Für das rechte mittlere Doppeldreieck werden nur die ausschließlich der dritten Person zukommenden Elemente gezählt. So kommt es zu einer Gemeinsamkeit von 35 Buchstaben im Vergilvers und 25 Buchstaben im SQ.

Die Buchstaben A und O dürften auch in den FW 17 und 23 der ZS 360 und FS 273 berücksichtigt sein, allerdings nur für eine DR:

 

A

O

sm

FW

GS

ZW

1

14

15

8

23

FW

1

9

10

7

17

 

 

 

 

 

40

Auch die weitere Verrechnung führt zu A und O, in diesem Fall sind beide DR berücksichtigt:

 

ZS

FS

sm

FW

 

360

273

633

214

FW

17

23

40

11

sm

 

 

 

225

225 = 15² = (1+14)²

Bemerkenswert ist, daß die ZS der Wörter SUBIECTIS DEBELLARE SUPERBOS ebenfalls 273 ergeben:

 

ZS

FS

sm

SUBIECTIS

103

66

169

DEBELLARE

61

61

122

SUPERBOS

109

66

175

 

273

193

466

FW

23

193

216

Die Einzelziffern der Primzahl 193 geben die Punktestruktur des Tetraktyssterns, 216 = 6³ 18 Elemente des Tetraktysrahmens und die 6 Ecken des dreidimensionalen Oktaeders wieder.

5.       Was bedeutet für Vergil das SQ im Zusammenhang mit diesem berühmten Vers? Zwei Gesichtspunkte scheinen mit bedenkenswert:

·      Das SQ verkörpert die vollkommene göttliche Ordnung. Ihre Anwendung haben die Römer zu ihrem politischen Programm gemacht. Wer sie im erdischen Bereich beachtet und gewissenhaft einhält, darf sich einen legitimen Manchtanspruch nach innen und gegenüber auswärtigen Völkern zuschreiben.

·      Dieser politische Anspruch darf nicht eigenmächtig angemaßt werden, sondern muß einhergehen mit Ehrfurcht vor den göttlichen Mächten. Sie erweisen sich den Menschen als so zugetan, daß sie sich an sie vertrauensvoll als PATER NOSTER Unser Vater wenden können. Um ihre Herrschaftsaufgabe verantwortungsvoll ausüben zu können, muß sich ihr Handeln stets im Einklang mit dem göttlichen Willen befinden. Diese Übereinstimmung ist durch die Tugend der PIETASEhrfurcht, Frömmigkeit anzustreben. Vergil tut dies mit seinen Mitteln gematrischer Konstruktion, die sich an den Bedeutungen der Zahlen im Dezimalsystem orientiert.

Das Studium des Tetraktyssterns führte zweifelsfrei zu der Gewißheit, daß Gott als eine vollkommene Einheit in drei Personen existiert. Das Wort NOSTER kann getrennt werden in NOS TERWir dreimal. Die ZS von TER ist 41 und ist im DR-Kreuz viermal vertreten. Eine gematrische Entsprechung hat Vergil durch die ZS+FS der 12 nicht SQ-Buchstaben geschaffen durch 96+68 = 164 = 4*41 = FW 45 = ZS von NOS.

6.       Als Vergil Vers 6,853 verfaßte, hatte er bereits unzählige andere Verse gematrisch gestaltet. Es stand ihm daher ein unermeßlicher Erfahrungsschatz zu Gebote, der es ihm ermöglichte, alle denkbaren strukturellen und gematrischen Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Einer dieser Aspekte sind die 7 römischen Zahlzeichen (ZZ), von denen der vorliegende Vers 5 enthält, 4 davon doppelt. Zu beachten sind die Zahlzeichenwerte (ZZW) und Buchstabenzahlenwerte (BZW) sowie die FW von beiden:

7.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I

V

L

C

 

 

I

V

L

C

 

ZZW

1

5

50

100

156

BZW

9

20

11

3

43

FW

1

5

12

14

32

 

6

9

11

3

29

156 = 12*13

 

 

 

 

 

 

Die Faktoren 12*13 können zweimal auf A und O als 12. und 13. Buchstaben des PATERNOSTER-Kreuzes betrachtet werden, die Einzelziffern als 1+2 = 3 und 1+3, = 4 Kreisflächeneinheiten, denen die Einzelziffern der ZS 43 entsprechen.

Hinzu kommt das einzelne Zahlzeichen D = ZZW 500 >19 = BZW 4 >4. Somit ergibt sich folgende Gesamtsumme:

ZZ

4

4

1

 

ZZ

4

4

1

 

ZZW

156

156

500

812

BZW

43

43

4

90

FW

32

32

19

83

 

29

29

4

62

 

 

 

 

895

 

 

 

 

152

812 = 28*29 >40; 895 = 5*179

 

 

 

 

 

Die ZS 90 der 9 Buchstaben bildet mit der ZS 270 der 26 übrigen Buchstaben das Verhältnis 1:3 und ist damit ein weiterer Hinweis auf Vergils trinitarische Denkausrichtung. Die ZS+FS 152 deutet auf die ZS 4*38 = 152 der Mittelbasis des PATERNOSTER-Kreuzes hin.

Die 9 Buchstaben können zu zwei Wörtern LUCI DULCIDem süßen Licht! geordnet werden. Der Dativ spricht eine Widmung oder Weihung aus. Im religiösen Sinn ist wohl die geistige Erleuchtung gemeint, die der dreifaltige Gott Vergil gewährt, der sein Leben ganz auf ihn ausrichtet. LUX DULCIS ist ein Ausdruck für die Schönheit des Lebens schlechthin. Sie ist ein Abbild der göttlichen Schönheit und Weisheit. Vergil will durch seine Dichtung dem römischen Volk dienen, das seiner Überzeugung nach gemäß göttlicher Vorsehung die Herrschaft über den Erdkreis ausübt.

Die Zahlenwert/Faktorenwert-Verrechnung der 35 Buchstaben und der 9 Zahlzeichen ergibt:

 

ZS

FS

ZS

FS

sm

FW

 

360

273

812

83

1528

197

FW

17

23

40

83

163

163

 

 

 

 

 

 

360

1528 = 8*191

Wie eine Kreislinie von einem gewählten Punkt aus am Ende wieder zum Anfang zurückkehrt, so wirken alle Zahlenaspekte des Verses zusammen, um die Ganzheit von 360° wieder zu erreichen. Der umfassenden Herrschaft Gottes entspricht der irdische Herrschaftsauftrag an das römische Volk.

Die Primzahl 197 hat zwei Bedeutungen:

·      Die Einzelziffern sind 1+9 zu verstehen als Mittelpunkt + 9 Tetraktyspunkte sowie 7 hexagonale Punkte in der Bedeutung von 3:1 Kreisflächeneinheiten.

·      Aufgeteilt in 19+7 entsprechen 19 DR-Punkten 7 Kreisflächeneinheiten.

Die Einzelziffern der Primzahl 163 geben die Punktestruktur der DR wieder.

Die ZZS von LUCI DULCI sind 156 = 12*13 >20 und 656 = 16*41 >49. Aus 20+49 läßt sich die ZS 69 von SATOR – Schöpfer zusammensetzen.

8.       Die 4Werte der 5 Wörter sind:

 

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

FW

PARCERE

63

56

119

13

13

26

145

34

SUBIECTIS

103

66

169

103

16

119

288

16

ET

24

24

48

9

9

18

66

16

DEBELLARE

61

61

122

61

61

122

244

65

SUPERBOS

109

66

175

109

16

125

300

17

 

360

273

633

295

115

410

1043

148

FW

17

23

40

64

28

92

132

 

1043 = 7*149 >156 = 12*13

Die 4W-Summe 1043 ist die Summe der 21 Primzahlen von 11 bis 100 und hat umfassenden Charakter. Vergil wählte diese Zahl wegen ihres besonders hohen trinitarischen Bezugs:

·      In der Aufteilung 10 und 4+3 bezeichnet 1043 10 Tetraktyspunkte und 7 hexagonale Punkte in der Bedeutung von 3:1 Kreisflächeneinheiten.

·      In dreistelliger Zusammensetzung geben die Ziffern 143 14+3 Elemente der "Fischfigur" wieder, die aus der Ineinandersfügung eines Doppeldreiecks (blau, 13 Elemente) und einer Raute (grün, 11 Elemente) entsteht:

Drei Dreiecksflächen stehen für die drei göttlichen Personen, 143 hat die Faktoren 11*13.

·      In der Addition 10+43 = 53 geben die Einzelziffern das Kreisflächenverhältnis 3:1 wieder.

·      Den Faktoren 12*13 des FW 156 entsprechen die beiden Kreisflächenverhältnisse 1:2 und 1:3, zusammen 7 Flächeneinheiten.

·      Die Faktoren 7*149 korrellieren in ihrer Bedeutung von 7 Flächeneinheiten:

5+9 = 14 Durchmesserlementen entspricht das Verhältnis 1:3, 5+4 = 9 Durchmesserlementen das Flächenverhältnis 1:2.

·      Die Zahl 1043 wurde offensichtlich für sehr bedeutsam gehalten, da Ovid die Metamorphose von Dädalus und Ikarus aus 10+43 = 53 Versen gestaltete. Jeweils 5 Verse bilden Einleitung und Schluß.

9.       Vers 853 bildet den letzten von 7 Versen, die Roms Herrschaftsidee formulieren. Eine gematrische Übersicht der 7 Verse erfolgt in einem weiteren Kapitel.

 

erstellt: April 2019

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