Die Zahl 83 und 830 Verse der 10 Eklogen

I. Zahlensummen

II. Faktorensummen

III. Die 10 Verszahlen im Kreismodell

Nachträge: Die Zahlen 256, 1214; 323, 383

I. Zahlensummen

1.      Von den 10 Eklogen ist nur die Verszahl der 8. Ekloge umstritten. Eine formale Analyse des Textes zeigt, daß die Zahl von 109 Versen der meisten Ausgaben auf 110 korrigiert werden muß.

Die Zehnzahl der Eklogen legt nahe, daß Vergil die Verszahlen nach Strukturen des Dezimalsystems bestimmt hat, dem hauptsächlich drei Modelle zugrunde liegen: das Streckenmodell, das Kreismodell und das Tetraktysmodell. Als unerläßlich kommen die Faktorenwerte (FW) der Verszahlen hinzu.

2.      Die Verszahlen der 10 Eklogen sind:

 

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

55

ZS

83

73

111

63

90

86

70

110

67

77

830

 

420

410

 

Zu den Verszahlen sind zunächst vier Einzelbeobachtungen zu machen, die sicherlich beabsichtigt sind, aber nicht im einzelnen gedeutet werden sollen:

       Die Teilung der 10 Eklogen in 420 und 410 Verse erfolgt in benachbarten vollen Zehnerzahlen.

       Die Verszahlen 83, 73 und 67 sind Primzahlen. Weitere drei Verszahlen sind Zehnerzahlen: 90, 70, 110.

       Die Ziffern 2, 4, 5 sind in den Verszahlen nicht berücksichtigt. Die Summe der übrigen Ziffern beträgt 44.

       Die Addition der Einzelziffern ergibt, von den Einerstellen angefangen, 30, 60 und 2, zusammen 92.

3.      Es fällt sofort auf, daß die erste Ekloge mit 83 Versen den 10. Teil der Gesamtzahl 830 ausmacht und damit gewissermaßen den thematischen Auftakt bildet. Da die 2., 5. und 6. Ekloge zusammen zu einer Einheit aus 3*83 Versen gruppiert sind, ergibt sich eine numerische Gliederung aus 1+3+6 Eklogen, die auch der Tetraktys zugrunde liegt: Mittelpunkt, 3 Eckpunkte, 6 Kreislinienpunkte.

Die Konstituenten der Primzahl 83 sind 42+41. Sie wiederholen auf der Ebene der Doppelraute (DR) den Doppelaspekt der Kreisachse aus 5 Durchmesserelementen und 2*3 Radialelementen. Im ersten Fall ist 1 Mittelpunkt, im zweiten 2 Mittelpunkte zu zählen. Faßt man die 3 Mittelpunkte und die linken und rechten Symmetrie-Elemente als zwei Gruppen zusammen, ergibt sich in zweistelliger Zusammensetzung 38 oder 83:

Auf DR-Ebene geht es nicht um eine einzelne Achse, sondern um ein Achsenkreuz aus 2 DR zu je 21 Elementen. Ein Achsenkreuz besteht aus 41 Elementen, beim zweiten ist ein Element mehr zu zählen.

4.      Die Zahl 83 weist zusammen mit der Verszahl 73 der zweiten Ekloge auf die konzentrische Struktur der Zahlen 9 und 10 in einer linearen Erstreckung von Punkten hin, die jeweils 8 Maßeinheiten begrenzen:

Die Zahlen 3 und 7 der Grundzahlen 1-9 sind Mittelpunkt von zwei 5-er Einheiten, haben aber den Mittelpunkt 5 gemeinsam, die Zahlen 3 und 8 hingegen sind Mittelpunkte von je einer selbständigen 5-er Einheit, die Zahlen 5 und 6 bilden die gemeinsame Mitte der Zahlen 1-10. Es zeigt sich hier wiederum der Doppelaspekt von einem und zwei Mittelpunkten. Die Zahlen 73 und 83 erscheinen so als zusammengesetzte Umkehrungen von 3-7 und 3-8.

5.      Eine wesentliche Bedeutung der Zahlen 83 und 73 ergibt sich aus den 7 Punkten des Hexagons und den 10 Punkten der Tetraktys:

Die Zahl 83 setzt sich zusammen aus den Summen der Zahlen 1-7 = 28 und 1-10 = 55, die Zahl 73 aus den zugehörigen Faktorensummen (FS) 27+46.

Die Bezogenheit der Verszahlen auf 7 Punkte des Hexagons, 3 Erweiterungspunkte und die Gesamtheit von 10 Punkten zeigt sich deutlich an den Einerstellen:

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

83

73

111

63

90

86

70

110

67

77

Die Einerstellen sind dreimal 3 und dreimal 7, wobei sich eine 7 aus 6+1 zusammensetzt. Es bleiben drei Nullstellen übrig, die als Multiplikationsfaktor 10 der Zehnerstellen zu verstehen sind. Es ergeben sich damit zwei neue Durschnittszahlen je Ekloge der Summen 270 und 560: für die drei 10-er Zahlen 90, für die übrigen sieben 80, die sich durch 83+77 = 160 in zwei zu drei Verssummen unterteilen.

6.      Die Summe 83+73 = 156 ergibt das Produkt 12*13. Der Faktor 13 ist aus zwei Gründen für den Tetraktysstern relevant: Erstens, der Tetraktysstern besteht aus 13 Punkten, zweitens, das Flächenverhältnis des inneren zum äußeren Kreis ist 1:3, das des inneren Kreises zum äußeren Kreisring 1:2. Mit diesen beiden Verhältnissen stimmen die Einzelziffern der Faktoren 12*13 der Zahl 156 überein. Das Flächenverhältnis 1:3 der beiden konzentrischen Kreise wird durch 7 hexagonale und die 10 Punkte des gesamten Tetraktyskreises repräsentiert.

7.      Die Konstruktion der Verszahlen weist zwei Muster auf. Die erste orientiert sich an den dargelegten Mittelpunktszahlen der Zahlen 1-10:

 

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

 

ZS

83

73

111

63

90

86

70

110

67

77

830

FW

83

73

40

13

13

45

14

18

67

18

384

Die 10 Verszahlen sind in zwei konzentrisch geordnete Gruppen geteilt.

Die 1. Gruppe wird durch die äußeren Begrenzungen der beiden 5-er Einheiten bestimmt, wobei ein Zahlenverhältnis zwischen den inneren beiden und äußeren beiden Verszahlen besteht:

Nr.

5

6

sm

1

10

sm

GS

ZS

90

86

176

83

77

160

336

FW

13

45

58

83

18

101

159

176:160 = 16*(11:10)

Die Summe 336 ist die ZS+FS der Zahlen 1-19: 190+146. 19 ist wiederum zusammengesetzt aus 9+10. Sie kommt auch zustande durch die Umkehrzahlen 12+21+102+201. Die FS der vier Zahlen ist 109, weist also wiederum auf 9+10 hin.

Die 2. Gruppe wird angeführt durch die Nummern 3 und 8, die Symmetriemittelpunkte der beiden 5-er Einheiten. Die angrenzenden Zahlen 111+110 sind die Konstituenten ihrer Summe 221 = 17*13.

2

3

4

 

7

8

9

 

73

111

63

247

70

110

67

247

73

40

13

126

14

18

67

99

Die Summen der benachbarten Zahlen 73+63 und 70+67 sind ebenfalls angrenzend: 136+137 = 273 = 21*13, sind aber auch paarweise in Parallelstellung durch 13 teilbar: 73+70 = 11*13, 63+67 = 10*13. Das Verhältnis der zwei mittleren zu den jeweils zwei äußeren Verszahlen ist 13*(17:21) = 13*38 = 2*13*19.

Der höheren Mittelpunktszahl steht die niedrigere Summe der Nachbarzahlen gegenüber (111+136) und umgekehrt (110+137), so daß beide Dreiergruppen aus jeweils 13*19 = 247 Versen bestehen. Auch die FS der beiden Hälften bilden ein Zahlenverhältnis: 126:99 = 9*(14:11). Die Zahl 13 ist die Summe der FW 6+7 der Zahlen 9 und 10. Den Zahlen 13 und 19 entsprechen die Buchstaben NT, die sich in der TENET-Achse des SATOR-Quadrats finden.

Als Ergebnis ist festzuhalten, daß Vergil Wert auf numerische Gleichheit von zwei Hälften legte.

Die gemeinsamen Teiler der beiden Hauptgruppen, 16 und 13, entsprechen den 29 Rahmenelementen eines DR-Kreuzes mit 13 Punkten und 16 Linien.

8.      Es sind 3 Gruppen von Verszahlen in der Folge 4-3-3 zu unterscheiden, deren Verszahl paarweise, zusammen oder einzeln durch 10 teilbar sind:

 

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

55

ZS

83

73

111

63

90

86

70

110

67

77

830

FW

83

73

40

13

13

45

14

18

67

18

384

300+260+270

Insgesamt sind 6 Zahlen durch 10 teilbar. Wenn man den FW 7 des Faktors 10 gesondert rechnet, ergibt sich:

ZS

 

160

140

260

90

70

110

830

FW

ZS/10

8

9

15

6

7

11

56

FW

10

7

7

7

7

7

7

42

56:42= 14*(4:3)

Die 6 Zahlen sind untereinander additiv kombinierbar, z.B. 300+110 = 410 und 260+90+70 = 420.

9.      Die beiden Zahlengruppen 4+6 bergen ein erstaunliches Geheimnis: Sie bilden genau die gematrischen Werte der Kapitolinischen Trias ab:

 

ZS

FS

 

IUPPITER IUNO MINERVA

242

173

415

OPTIMUS MAXIMUS REGINA

252

163

415

 

494

336

830

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

83

73

111

63

90

86

70

110

67

77

Die Summe der Verszahlen 1 und 5 beträgt 83+90 = 173, die der zweiten Begrenzungsnummern 6 und 10 86+77 = 163. Die beiden Summen entsprechen den FS der Kapitolinischen Trias (173) und den drei Beinamen (163). Die Summe 494 der 6 dazwischen liegenden Verszahlen ist identisch mit der ZS der 6 Namen.

Die Summe 494 kann zweimal in 200+294 aufgeteilt werden:

 

 

ZS

 

 

OPTIMUS MAXIMUS

200

 

 

IUPPITER IUNO REGINA MINERVA

294

 

 

 

494

 

 

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

83

73

111

63

90

86

70

110

67

77

Die ZS+FS der drei Namen und Beinamen der Kapitolinischen Trias ist mit 415 jeweils gleich.

II. Faktorensummen

Ekl.

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

55

ZS

83

73

111

63

90

86

70

110

67

77

830

FW

83

73

40

13

13

45

14

18

67

18

384

1.      Die Summe der FW der 10 Verszahlen beträgt 384 = 3*128, ihr FW 17. Der FW der Verssumme 830 ist 90, beide FW zusammen ergeben 107. Die Zahl 17 und 107 besagen hier dasselbe: 10+7, bezogen auf 10 Tetraktyspunkte und 7 hexagonale Punkte.

Die ZS+FS beträgt 830+384 = 1214. Die beiden 2-stelligen Zahlen 12+14 sind Aufteilungen der 26 Oktaederelemente: 12 Linien sowie 6 Ecken + 8 Flächen. Vergil sieht also das Ziel einmal mehr in der Erreichung einer oktaederrelevanten Zahl.

2.      In den Einzelziffern der FS (1+2)+8 ist wiederum der bereits erwähnte Doppelaspekt von 5 DM-Elementen und 2*3 Radialelementen der Kreisachse und die Ziffern 3-8 zu erkennen.

Die Produktaufteilung 8*48 läßt sich auf ein DR-Kreuz beziehen, das aus 8 Flächen und der Kombination von zwei geometrischen Figuren aus 11 und 13 Elementen besteht, von der jeweils eine einer DR zugeordnet werden kann, also 22+26 = 48:

3.      Nimmt man die ZS 494 und FS 336 der kapitolinischen Trias als ein Teilungsprinzip der 10 Verszahlen, kommt mit der FS 384 eine weitere Summe hinzu, mit der die FS 336 das Verhältnis 48*(7:8) bildet. Die Verhältniszahlen sind auf den DR-Rahmen aus 7 Punkten und 8 Linien, die Teilungszahl 48 auf 2*(11+13) der vorstehenden Figuren beziehbar.

Die FW der beiden FS 336 und 384 sind 18 und 17, ihnen entsprechen die Buchstaben SR. Der FW der ZS 494 = 26*19 ist 34. Zusammen ergibt sich daraus die ZS des Wortes SATOR:

S

A

T

O

R

18

1

19

14

17

Der FW 15 von 26 ist auf den DR-Rahmen beziehbar und daher passend in Mittelpunkt 1 (A) und 2*7 = 14 symmetrische Elemente (O) aufteilbar.

 

III. Die 10 Verszahlen im Kreismodell

1.      Die bisherige Untersuchung hat den Blick dafür geschärft, daß die 10 Eklogen als zwei 5-er Einheiten zu sehen sind. Eine weitere Betrachtung zeigt, daß beide Einheiten nicht nur konzentrisch, sondern auch parallel einander zugeordnet sind, d.h. Ekloge 1 zu 6, 2 zu 7 usw. Denn die Summen der ersten 4 Paare sind jeweils durch 13 teilbar:

Ekl.Nr.

1

6

2

7

3

8

4

9

5

10

ZS

83

86

73

70

111

110

63

67

90

77

sm/13

13

11

17

10

Die Eklogennummern der 4:1 Paare haben das Verhältnis 40:15 = 5*(8:3), worin sich die Leitfunktion der Zahlen 8 und 3 bestätigt.

2.      Die Zahlen 1-10 können als Punkte oder Maßeinheiten verstanden werden. Dabei ist die Anzahl der Begrenzungspunkte immer um einen Zähler höher als die begrenzten Maßeinheiten. Um 10 Maßeinheiten darzustellen, sind also in einer Streckendarstellung 11 Punkte erforderlich, es sei denn, man trägt sie auf einer Kreislinie auf, dann fällt der letzte Punkt 10 mit dem ersten Punkt 0 zusammen:

Die linke Grafik zeigt die Symmetrien der Zahlen 1-9. Als vertikaler Gegenpol zur 5 ist die 0 zu ergänzen. Die Zahlen 1-4 ergänzen sich durch 6-9 auf der horizontalen Gegenseite zu jeweils 10. Numerische Symmetrie zeigt sich bei Zuordnung der äußeren Paare 19 und 46 und der beiden inneren Paare 28 und 37. In zweistelliger Zusammensetzung ergibt die Addition der beiden Paarungen zweimal 65 = 130 und in der Umkehrung zweimal 155 = 310. Die Umkehrfaktoren 13 und 31 sind auch in den horizontalen Additionsergebnissen der inneren und äußeren Paare der Verszahlen enthalten: 178+173 = 351 = 27*13, 150+160 = 310. Es kommt noch 83+86 = 13*13 des vertikalen Zahlenpaares hinzu, sodaß sich die Gesamtzahl 830 aus 520+310 zusammensetzt.

3.      Wenn dem Punkt 0 die Verszahl 83 zugeordnet wird, ist die erste Maßeinheit (das erste Bogenmaß) mit dem Punkt 1 erreicht. Wenn man also auf einem zweiten Kreis die Verszahlen nach dem Prinzip der Maßeinheiten einträgt, steht an erster Stelle die Verszahl 73 der zweiten Ekloge, während die Verszahl 83 das 10. Maß vollendet. Die Verszahlen sind nun spiegelbildlichen Paaren von Kreissektoren zugeordnet. Die Verszahl 83 stellt also im Streckenmodell von Punkten den Anfang und im Kreismodell von Maßeinheiten das Ende der Zahlenreihe dar. Die Sektoren 3 und 8 bilden die horizontale Mitte des Kreises.

Die Verssummen der Begrenzungsnummern 1-10 und 5-6 sind jeweils gleich: 73+83 = 86+70 = 156 = 12*13. Auch die Summe der Einzelziffern ist jeweils 21. Auch in diagonaler Paarung sind die Summen durch 13 teilbar: 73+70 = 11*13, 83+86 = 13*13.

Den zweite Block Verszahlpaaren, deren Summen durch 13 teilbar sind, bilden die Sektoren 2-7 und 3-8: 111+110 = 17*13, 63+67 = 10*13. Das Verhältnis der beiden Blöcke ist 3*13*(8:9).

Lediglich die Verssumme 167 der Sektoren 4-9 sind nicht durch 13 teilbar. Dafür ist 4+9 selbst 13, sodaß die 4:1 Paare die 4 ersten Zahlen in ihren Summen aufweisen: 42+13.

4.      Bei der Addition der ZS+FS der Hälften 1-5 und 6-10 zeigt es sich, daß beide Summen gleich sind:

 

ZS

FS

sm

Fkt.

FW1

FW2

sm

li. Hälfte

423

184

607

9*47

53

29

82

re. Hälfte

407

200

607

11*37

48

16

64

 

 

 

 

 

101

45

146

184:200 = 8*(23:25); 146 = 2*73

Auf eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse soll verzichtet werden, da die Tatsache der Summengleichheit bereits staunenswert genug ist. Anzumerken ist, daß die Summen 82 und 64 komplementäre Paarungen der Zahlen 1-9 darstellen. Die Faktoren 2*73 können auf zwei Tetraktys (7+3 Punkte) bezogen werden.

Ein Oktaeder besteht einerseits aus 26 Elementen, diese können aber nicht aus zweimal 13 zusammengesetzt werden. Aus zweimal 13 Elementen jedoch besteht eine Doppelraute, sobald ihre zwei Eckpunkte zu einer Kreisform als Voraussetzung zur Bildung eines Oktaeders vereinigt werden. Denn Voraussetzung der Doppelraute ist das hexagonale sanduhrförmige Doppeldreieck:

Die beiden Hälften des Kreismodells stellen also eine Entsprechung zur Kreisform des Oktaeders dar.

5.      Vergil verbindet das Streckenmodell aus Punkten mit dem Kreismodell aus Maßeinheiten, indem er zweimal gleiche Summen in symmetrischer Stellung konstruiert. Im ersten Fall sind es zweimal drei umschlossene Verszahlen innerhalb einer 5er-Einheit mit der Summe 247, im zweiten Fall sind es zweimal zwei umschließende Verszahlen mit der Summe 156, die jeweils Anfang und Ende zweier verschiedener 5er-Einheiten verklammern. Das Ergebnis der beiden Summen 403 besteht aus den Umkehrfaktoren 13*31 bei einem Summenverhältnis von 13*(19:12).

Das Modell für die Verhältniszahlen 19:12 sind die Rahmenelemente eines Doppelrautenkreuzes mit drei Mittelpunkten. 19 Elemente gehören dem hexagonalen Bereich, 12 dem Erweiterungsbereich an. Der Rahmen der vertikalen Doppelraute besteht aus 15, der Rahmen der horizontalen aus 16 Elementen:

6.      Die Zahl 83 wird erst durch ihre Verdoppelung zu 166 wirklich aussagefähig. Denn die Einzelziffern geben 1+6 hexagonale Punkte und 6 Erweiterungspunkte zur Gesamtzahl 13 wieder. Auch der Oktaeder besteht aus zwei umgekehrten Pyramiden.

Vergil hat also bewußt ein doppeltes Modell konstruiert, sodaß auch die Gesamtwerte doppelt zu zählen sind. Ein Grund für die Summe 92 der Einzelziffern der Verssummen könnte gewesen sein, daß sie der FW der Zahl 1660 ist.

7.      Die Teilung der ZS+FS 1214 in zweimal 607 hat ihr Vorbild in der Kapitolinischen Trias. Dort sind es zweimal 415. Auch die ZS 830 von Vergils 10 Eklogen läßt sich in zweimal 415 aufteilen Beide Faktorensummen sind durch 8 teilbar:

 

1

2

4

6

8

21

3

5

7

9

10

34

ZS

83

73

63

86

110

415

111

90

70

67

77

415

FW

83

73

13

45

18

232

40

13

14

67

18

152

232:152 = 8*(29:19)

Die Einzelziffern der Verhältniszahlen 29 und 19 sind auf die Punktezahl des Strecken- und des Kreismodells beziehbar.

Nachträge

Einteilung der Verszahlen

1.      Die oben vorgenommene Einteilung der 10 Verssummen in 3 durch 10 teilbare Verssummen und die übrigen 7 mit den Durchschnittssummen 90 und 80 soll noch einmal zusammen mit den FS betrachtet werden:

 

1

10

2

3

4

6

9

5

7

8

 

ZS

83

77

73

111

63

86

67

90

70

110

830

FS

83

18

73

40

13

45

67

13

14

18

384

160+101 = 261 = 9*29; 400+238 = 638 = 22*29

270+45 = 315 = 45*(6:1)

Die sieben Verssummen, in 2+5 unterteilt, haben das Verhältnis 29*(9:22) = 29*31. Die Unterteilung ist auf die Punkte der Doppelraute beziehbar und bedeutet 5 hexagonale Punkte und 2 Erweiterungspunkte. Aus 29 und 31 Rahmenelementen bestehen zwei komplementäre DR-Kreuze:

2.      Die Zahlen 29 und 31 haben Bezug zu den beiden Streckenmodellen von 9 und 10 Punkten, die jeweils 8 Maßeinheiten begrenzen:

 

9-8

10-8

ZW

9

8

17

10

8

18

FW

6

6

12

7

6

13

 

15

14

29

17

14

31

Nach dem vorjulianischen Kalender bestanden die Monate aus 29 und 31 Tagen.

Die Zahl 256

1.      Die Verszahlen der 2., 5. und 6. Ekloge ergeben 249 = 3*83, also die Durchschnittssumme 83. Die Ziffernfolge ist nicht unbeabsichtigt. Sie kann verstanden werden als 2+56. Ein Aspekt der Zahl 83 ist noch nicht genannt worden. Die Zickzacklinien des Tetraktyssterns bestehen aus 9 Elementen. Werden die Endpunkte eines DR-Kreuzes miteinander verbunden, entfällt ein Element. Auch der umschlossene Mittelteil einer DR kann von 1-9 bzw. 1-8 gezählt werden. Zusammengesetzt ergibt sich so für eine DR 38 bzw. 83.

2.      Im Oktaeder lassen sich 4 vertikale und 3 horizontale Umläufe von je 8 Elementen erkennen:

Bei den 3 horizontalen Umläufen fehlen die obere und untere Ecke. Auf diese Weise ergibt sich 2+7*8 = 2+56.

256 ist die Quadratzahl von 16. Man kann an 8 Rahmenlinien je DR denken, aber auch an 1+6 Punkte jeder DR.

3.      Den Einzelziffern 256 entsprechen drei sanduhrförmige Doppeldreiecke im Hexagon:

Die rechte Grafik zeigt, wie die mittlere Figur zwei Rautenfiguren verbindet. Dies ist in den Ziffern selbst enthalten, wenn man sie als 2*(5+6) versteht. Dasselbe gilt für die Weiterentwicklung des sanduhrförmigen Doppeldreiecks zur Doppelraute. Eine Rautenfigur besteht aus 5 Linien und 4 Punkten + 2 Dreiecken.

Dieselbe Rechnung kann man mit der 2 am Ende machen. Die Addition der beiden Umkehrungen 562+652 ergibt die ZS+FS 1214 der 10 Eklogen. Die ZW/FW-Verrechnung ergibt:

ZS

562

652

1214

FW

283

167

450

sm

845

819

1664

1664 = 128*13

845:819 = 13*(65:63)

Das Ergebnis bestätigt die Ausgangszahl 13. Der Faktor 128 begegnet in der FS 384 = 3*128. Die Verhältniszahlen 65 und 63 sind konstitutiv für ihre Summe 128. Ihre FW 13+18 führen zur Umkehrung 31.

Die Zahlen 323 und 383

1.      Die beiden Streckenmodelle von 9 und 10 Punkten bei jeweils 8 Maßeinheiten können als Zahlenreihen (ZR) ab 1 berechnet werden. Ihre ZS+FS sind:

ZR

ZS

FS

sm

ZR

ZS

FS

sm

1-9

45

39

84

1-10

55

46

101

1-8

36

33

69

1-8

36

33

69

 

81

72

153

 

91

79

170

153:170 = 17*(9:10) = 323

Da der FW von 10 7 beträgt und die ZS+FS der ZR 1-9 und 1-8 durch 17 teilbar sind, ergibt sich ein durch 17 teilbares Zahlenverhältnis, wobei die Ausgangspunktezahlen 9 und 10 erhalten bleiben. 9+8 = 17, 10+8 = 18, zusammen 35, sind in 323 enthalten in der Aufteilung 32+3. Das Modell hierfür ist ein Achsenkreuz mit drei Mittelpunkten.

Die so ermittelte Zahl 35 aus 17+18 war für das römische Reich so wichtig, daß die Zahl der Tribus nie über 35 erweitert wurde. Hatten 18 Tribus gleich votiert, wurde eine Abstimmung beendet.

2.      Zu den beiden ermittelten Summen läßt sich die Endzahl der jeweiligen Zahlenreihe zusammen mit ihrem FW hinzufügen:

ZR

ZS

FS

sm

ZR

ZS

FS

sm

GS

 

81

72

153

 

91

79

170

323

9+8

17

12

29

10+9

18

13

31

60

 

98

84

182

 

109

92

201

383

84:98 = 14*(6:7)

Das Ergebnis 383 läßt sich interpretieren als 3*83, was der FS des SATOR-Quadrat und der Verszahlengruppe 2-5-6 entspricht. In der Aufteilung 3+8+3 ist es auf die Oktaederbildung beziehbar:

Bei der Vereinigung der beiden Endpunkte entfällt ein Punkt von 7. Die Zahl 8 bezieht sich auf die Linien des DR-Rahmens.

Die ZS+FS 182 ist die ZS der drei Wörter SATOR OPERA TENETDer Schöpfer erhält seine Werke.

 

Erstellt: Mai 2009

Neu bearbeitet: November 2012

 

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