Die Erschaffung des Menschen

Met. I,76-88

I.   Text und Zahlenwerte

II.  Übersetzung

III. Bezug zu SATOR-Quadrat und Tetraktysstern

IV. Zwei konzentrische Textkreise

V.   VIR und FEMINA

VI. Die 5 Begrenzungswörter

I. Text und Zahlenwerte

1.     SAnctius his animal mentisque capacius altae

2.     deerat adhuc et quod dominari in cetera posset:

3.     natus homo est, sive hunc divino semine fecit

4.     ille opifex rerum, mundi melioris origo,

5.     sive recens tellus seductaque nuper ab alto

6.     aethere cognati retinebat semina caeli.

7.     quam satus Iapeto, mixtam pluvialibus undis,

8.     finxit in effigiem moderantum cuncta deorum,

9.     pronaque cum spectent animalia cetera terram,

10.   os homini sublime dedit caelumque videre

11.   iussit et erectos ad sidera tollere vultus:

12.   sic, modo quae fuerat rudis et sine imagine, tellus

13.   induit ignotas hominum conversa figurAS.

1.        (1,76)Sanctius (101) his (35) animal (47)  mentisque (117) capacius (70)     altae (37)    

6 (6)     39 (39) 407 (407)

2.      (1,77)deerat (51)      adhuc (36)   et (24)   quod (54)    dominari (79)     in (22)   cetera (50)   posset: (89)

8 (14)   39 (78) 405 (812)

3.      (1,78)natus (71) homo (48)    est, (42)      sive (52)      hunc (44)    divino (69)   semine (62)   fecit (42)    

8 (22)   37 (115)     430 (1242)

4.      (1,79)ille (36)     opifex (70)   rerum, (71)  mundi (58)   melioris (95) origo, (61)  

6 (28)   33 (148)     391 (1633)

5.      (1,80)sive (52)   recens (61)  tellus (84)    seductaque (111)     nuper (70)   ab (3)    alto (45)  

7 (35)   37 (185)     426 (2059)

6.      (1,81)aethere (60)    cognati (66) retinebat (90)     semina (58) caeli. (29)   

5 (40)   34 (219)     303 (2362)

7.      (1,82)quam (49) satus (76)    Iapeto, (63)  mixtam (74)  pluvialibus (136) undis, (64)  

6 (46)   37 (256)     462 (2824)

8.      (1,83)finxit (77)  in (22)   effigiem (59)      moderantum (117)    cuncta (59)  deorum, (72)  

6 (52)   38 (294)     406 (3230)

9.      (1,84)pronaque (101)      cum (35)     spectent (97)      animalia (57)      cetera (50)   terram, (71)

6 (58)   39 (333)     411 (3641)

10.     (1,85)os (32)      homini (65)  sublime (77) dedit (41)     caelumque (93)  videre (60)  

6 (64)   35 (368)     368 (4009)

11.     (1,86)iussit (93)  et (24)   erectos (81) ad (5)    sidera (54)   tollere (82)   vultus: (108)

7 (71)   36 (404)     447 (4456)

12.     (1,87)sic, (30)    modo (44)    quae (42)    fuerat (68)   rudis (68)    et (24)   sine (45)   imagine, (56)     tellus (84)   

9 (80)   41 (445)     461 (4917)

13.     (1,88)induit (74) ignotas (81) hominum (88)     conversa (91)     figuras. (78)

5 (85)   35 (480)     412 (5329)

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a(42) e(62) i(54) o(25) u(43)                                                                    V 226                                                         2048

b(4) c(20) d(18) f(7) g(6) h(7) l(19) m(26) n(30) p(8) q(7) r(25) s(36) t(38) x(3)          15                                                         k,y,z

                                                                                                                 K 254                                                                                                                 3281

5329=73*73

III. Bezug zu SATOR-Quadrat und Tetraktysstern

1.    Zu vorstehendem SATOR-Quadrat hat Ovid mehrere Bezüge hergestellt:

·     Wie im SQ beginnt der Text mit SA und endet mit AS.

·     Die 4 T des TENET-Kreuzes haben die Zahlensumme (ZS) 4*19 = 76. Der Text setzt mit Vers 76 ein. Dem Zahlenwert (ZW) des N entsprechend besteht er aus 13 Zeilen.

·     Der Text besteht aus 85 = 17*5 Wörtern. Die Buchstabenentsprechung zu 17 und 5 ist RE, die sich im inneren Quadratrahmen befindet. Das Präfix REzurück, wieder weist auf die kreisförmige Struktur des SQ hin.

13 ist die erste, 97 die letzte zweistellige Umkehrzahl. Dies zeigt sich im Mittelpunkt-ZW 13 und der ZS 97 des ganzen inneren Quadrats. Die Einzelziffern 1+9 und 3+7 haben die komplementäre Summe 10 und zweistellig 110. Zwischen 13 und 97 gibt es 85 Zahlen, von denen 84 komplementäre Paare bilden.

·     Vers 79 hat die ZS 303 des SQ.

2.    Das SQ bildet wesentliche Eigenschaften des Tetraktyssterns (Hexagramms) ab:

Den beiden konzentrischen Kreisen des Tetraktyssterns entsprechen zwei konzentrische Quadrate. Zu unterscheiden ist jeweils die hinzukommende Fläche der größeren Figur und ihre gesamte Fläche. Auf diese Weise ergeben sich die Flächenverhältnisse 1:2 und 1:3 der Tetraktyskreise und 1:3 und 1:4 der beiden Quadrate.

3.    Bei einem so grundlegenden Ereignis wie der Erschaffung des Menschen hat Ovid besonderen Wert auf den Lobpreis des Schöpfers gelegt. Zu unterscheiden sind – als Anagramm der 8 verschiedenen Buchstaben – PENSATOR – der Wägende, Vergeltende, im Gleichgewicht Haltende und SATORder Schöpfer. Ovid hat die Zahl der Buchstaben so festgelegt, daß ihre ZS miteinander in Beziehung stehen:

 

P

E

N

S

sm

A

T

O

R

sm

GS

ZW

15

5

13

18

51

1

19

14

17

51

102

Hfk.

8

62

30

36

136

42

38

25

25

130

266

ZS

120

310

390

648

1468

42

722

350

425

1539

3007

FS

64

310

390

288

1052

42

722

225

425

1414

2466

 

 

 

 

 

2520

 

 

 

 

2953

5473

3007 = 31*97 >FW 128; 2466 = 9*411 = 18*137 >145; 128+145 = 273 = 21*13

Die Faktoren 31*97 sind umgekehrt komplementär. E i n e Bedeutung der Einzelziffern von 3007 ist, daß das Vorbild des SQ eine 1x1-Tabelle zwischen 3 und 7 ohne Zehnerziffern ist (3*3 = 9; 7*3 = 21):

2520 ist die Summe aller 36 zweistelligen absteigenden Umkehrzahlen, mit denen die 36 aufsteigenden das Verhältnis 1440:2520 = 360*(4:7) bilden. Tatsächlich ist 2953 eine Umkehrung der Gesamt-ZS 5329.

Die FS 273 = 13*21 enthält in den Einzelziffern die zwei Kreisflächenverhältnisse und gibt durch 13:21 DR-Elemente das Kreisflächenverhältnis 1:3 wieder. 273 ist insbesondere die ZS des PATERNOSTER-Kreuzes.

 

S

A

T

O

R

sm

ZW

18

1

19

14

17

69

Hfk.

36

42

38

25

25

166

ZS

648

42

722

350

425

2187

FS

288

42

722

225

425

1702

2187 = 37

3889

3007 korrespondiert also mit der Potenzzahl 37. Es ist insbesondere an die 3*7 Elemente der drei Tetraktysseiten und 3+7 Tetraktyspunkte zu denken, aber auch an 37 Elemente der Tetraktys und 21 Elemente der Doppelraute (DR).

Die beiden Ergebnisse stimmen vor allem mit der Quadratzahl 73*73 der Gesamt-ZS 5329 überein: Im Tetraktysstern befinden sich zwei Tetraktys, deren 10 Punkte aus 7 Punkten des Hexagons und 3 Erweiterungspunkten besteht.

4.    Die ZS 3007 >FW 128 der PENSATOR-Buchstaben ist als Teilsumme von 5329 zu sehen und zusammen mit der Differenz 2322 = 54*43 >FW 54 zu sehen. Die Einzelziffern der Zahl 2322 geben die Durchmesserelemente der Kreisachse und des DR-Durchmessers wieder:

Die FW 128+54 = 182 der beiden Teilsummen ergeben die ZS einer SQ-Hälfte: SATOR OPERA TENET.

IV. Zwei konzentrische Textkreise

1.    Ovid gestaltete die beiden konzentrischen Kreise des Tetraktyssterns nach, indem er die Wortzahl 85 entsprechend den 5 Punkten des DR-Durchmessers in 4 gleiche Textteile von je 20 Wörtern aufteilte.

 

Die Wörter FECIT und VIDERE stehen parallel am Ende der 3. und der 9. Zeile. Die ZS 2809 der beiden Wörter und des von ihnen umschlossenen Textes ist wiederum eine Quadratzahl: 53*53. Die Einzelziffern der Faktoren 53 und 73 bezeichnen die Elemente von drei Kreisachsen und drei Tetraktysseiten:

Die beiden Quadratzahlen charakterisieren die Flächen der beiden konzentrischen Kreise. Sie besitzen jedoch eine objektive Bedeutung, die Ovid kannte: Die Zahlen 35+37 = 72 = 6*12 und ihre Umkehrungen 53+73 = 126 = 6*21 haben das Verhältnis 18*(4:7) wie das Umkehrmodell 12:21 selbst. Die Verdoppelung der beiden Quadratzahlen ergibt 252 = 12*21. Bereits oben im Zusammenhang mit den beiden Wortteilen PENS-ATOR wurde festgestellt, daß das Verhältnis aller aufsteigenden und absteigenden zweistelligen Zahlen 4:7 beträgt und die Summe der 36 absteigenden Zahlen 2520 ist. 2520 ist auch die Differenz zwischen den beiden quadratischen Ergebnissen 2809 und 5329.

Die Einzelziffern 2 5 2 kennzeichnen sowohl zwei Kreishälften als auch die konzentrischen Tetraktyskreise:

Die 5 Kreisachsenelemente werden im DR-Durchmesser um 2+2 Elemente erweitert.

2.    Die 5 Begrenzungswörter haben folgende ZS+FS:

Wo.Pos.

 

ZS

FS

sm

1

SANCTIUS

101

67

168

22

FECIT

42

38

80

43

IAPETO

63

48

111

64

VIDERE

60

46

106

85

FIGURAS

78

53

131

215

 

344

252

596

215 = 5*43; 344 = 8*43

596 = 4*149

In der FS wiederholt sich die Ziffernabfolge 252, die für die mittleren drei Wörtern besonders den in der Grafik gezeigten Elemente zweier Kreishälften zuzuweisen ist. Die ZS 165 = 15*11 der mittleren drei Wörter entspricht der ZS der mittleren drei Wörter des SQ OPERA TENET OPERA. 165 ist die FS der Zahlen 1-21.

Mit dem Faktor 43 der addierten 5 Wortpositionen stimmt die ZS 344 = 8*43. Es ergibt sich so das Verhältnis 43*(5:8).

Der Faktor 149, aufgeteilt in (5+9)+9 = 23, stellt Durchmesserelemente einer DR-Zickzacklinie in der Bedeutung von 1:3 und 1:2 Kreisflächeneinheiten dar. 4 DR-Zickzacklinien bilden ein DR-Kreuz für VIR und FEMINAMann und Frau, deren ZS jeweils 46 = 2*23 ist. Ovid hat die doppelte ZS 92 als Differenz der FS 252 zur ZS 344 festgelegt. Als Einzelziffern aufgefaßt bedeuten (1+4):9 Durchmesserelemente das Kreisflächenverhältnis 1:3.

3.    Die ZS 2520 der beiden äußeren Textteile haben zueinander das Verhältnis 1200:1320 = 120*(10:11). Fügt man die beiden Begrenzungswörter FECIT (42) und VIDERE (60) hinzu, ist das Verhältnis 1242:1380 = 6*23*(9:10) = 6*19*23 >FW (28+6)+(28+7) = 34+35 = 69. Die ZS 69 des Wortes SATOR setzt sich aus den Eckbuchstaben SR (35) und den Mittelbuchstaben OTA (34) zusammen. Die Faktoren 23 und 69 sind wohl auch im Hinblick auf die ZS+FS von VIR und FEMINA, die beide dieselbe ZS 46 und zusammen die FS 69 haben.

4.    Ein wesentliches Prinzip des Tetraktyssterns besagt, daß die Elemente in einer inneren Entsprechung zu den Flächen der beiden konzentrischen Kreisen stehen. Den 3 Eckpunkten der Tetraktys entsprechen demgemäß die 2 Flächeneinheiten des äußeren Kreisrings. Nimmt man noch den Mittelpunkt hinzu, werden 3 Flächeneinheiten wiedergegeben.

Ähnliches unternimmt Ovid auch in seiner gematrischen Konstruktion. Zur ZS 2520 = 40*63 kommt noch einmal die ZS 63 hinzu. In der Addition ergibt sich somit 63*(40+41) = 63*81 >FW 13+12 = 25. Das 5x5-Quadrat des SQ besteht aus 40 Linien und aus 25 Punkten + 16 Quadraten.

63 ist die ZS des Prinzips VESTA. Als Göttin ist sie zuständig für Haus und Herd. Sie vereinigt VIR und FEMINA. – Mann und Frau. Die FS von IAPETO ist 48, dieselbe wie von HOMO. Der Sohn Iapetus wird so mit der Erschaffung des Menschen in Verbindung gebracht. Da der göttliche Schöpfer OPIFEX die ZS+FS 70+43 hat, ergibt sich ein FS:ZS-Verhältnis von 91:133 = 7*(13:19) = 224.

5.    Wenn, wie die Differenz 2520 gezeigt hat, die beiden Quadratzahlen 73³ und 53² ontologische Relevanz besitzen, interessieren auch die Radii: Der Radius ist Wurzel aus F/pi: Für die beiden Quadratzahlen gilt daher: 5329/314 = 16,97, das Wurzelergebnis = 4,119; 2809/314 = 8,945, die Wurzel daraus = 2,990. Rundet man zu 4 ab und zu 3 auf, zeigt sich eine Parallele zum FS:ZS-Verhältnis 69:92 = 23*(3:4) von VIR und FEMINA.

Wegen 9 und 0 am Ende kann man das Komma weglassen. Die Differenz 4119-2990 = 1129 ist eine Primzahl und auf die numerierten 5 Kreisachsenelemente und 9 Elemente des DR-Durchmessers in der Kreisflächenbedeutung 1:3 beziehbar:

Die Faktoren von 4119 sind 3*1373 = FW 1376 = 32*43 >10+43. Die Zahl 1373 kann man aufteilen in 13 Punkte des Tetraktyssterns und 7+3 Punkte der Tetraktys. 1376 stimmt gematrisch mit dem ZW des Mittelpunkt-N des SQ und den 4 T des TENET-Kreuzes überein, gleichzeitig mit den 13 Versen des Textes und dem Textbeginn (1, 76). Die Einzelziffern von 32 und 43 weisen auf die 5 Elemente der Kreisachse und 7 Elemente einer Tetraktysseite hin.

Überläßt man das Mittelpunkt-Wort IAPETO den äußeren Textteilen, zieht also 63 von 2809 ab, erhält man mit 2746 wiederum den Faktor 1373 und das Zweifache von 4119. Der Sinn ist nicht ganz klar, aber man ist versucht, mit dem ganzen Text ebenso zu verfahren, d.h. die Differenz 5329-4119 = 1210 von der Gesamtsumme abzuziehen. Es sind dies die ZS 407+391+412 = 1210 der Verse 1, 4, 13.

6.    Wenn man analog zum Kreisflächenverhältnis 1:3 des hexagonalen zum Tetraktyskreis die entsprechenden ZS der beiden Textkreise addiert, ergibt sich:

2809+5329 = 8138 = 2*13*313 >FW 328 = 8*41. Der Faktor 313 gibt die Punktestruktur der DR wieder, 2*313 ein DR-Kreuz und 2*13 die Elemente des Oktaeders oder 2*13 Radialelemente der DR-Zickzacklinie. Denn 3:2 und 3:5 Radialelemente geben 1:2 und 1:3 Kreisflächeneinheiten wieder:

Die Zahl von 5+8 Radialelementen ist sowohl in den Einzelziffern des FW 328 als auch in den Faktoren 8*41 enthalten.

5.    Wie aus vorstehender Grafik hervorgeht, entsprechen 8:5 Radialelementen 4:3 Kreisflächeneinheiten. Diese Entsprechung begründet die Bedeutung der zweistelligen Zusammensetzung zur Zahl 85 und zu den konzentrischen Summen 86 = 2*43 je Zahlenpaar. Aus diesem Grund hat Ovid auch das Verhältnis der ZS der 5 Begrenzungswörter auf 8*43 = 344 (s.o.) festgelegt, sodaß das Verhältnis von ZS zur Positionssumme der Wörter 8:5 beträgt.

6.    Um den beiden Flächenverhältnissen 1:2 und 1:3 zu entsprechen, ist für die beiden Textkreise eine erweiterte Berechnung vorzunehmen:

 

 

 

 

 

sm

FW

sm

ZS

2809

2520

2809

5329

13467

137

 

FW

106

24

106

146

382

193

 

sm

 

 

 

 

13849

330

 

FW

 

 

 

 

1270

21

1291

13467 = 67*201 = 3*67*67; 13849 = 11*1259

Das Quadrat von 67 hat wiederum doppelte Bedeutung: Es kann sich auf doppelte Radialelemente in der Bedeutung von jeweils 2:5 Kreisflächeneinheiten beziehen, was sich in einfacher Zählung in der Zusammensetzung des FW 13-7 zeigt, und auf drei DR-Kreuze:

Die Primzahl 1291 gibt von außen nach innen die 13 Punkte des Tetraktyssterns wieder: 1+2 Eckpunkte, 9 Rahmenpunkte einer Tetraktys und Mittelpunkt:

7.    Ovid muß die Zahl 1291 aus vorstehender Rechnung gekannt haben. Denn er wählte diese Zahl, um den Namen VESTA durch die ZS der 5 Buchstaben und entsprechender Häufigkeit gebührend zu berücksichtigen:

 

V

E

S

T

A

sm

ZW

20

5

18

19

1

63

Hfk.

43

62

36

38

42

221

ZS

860

310

648

722

42

2582

FS

387

310

288

722

42

1749

2582 = 2*1291

1749 = 3*11*53>67

1749 ist eine ganz besondere Zahl. Die zweistellige Aufteilung 17+49 = 66 = bezeichnet 6 Rauten aus je 11 Elementen im Tetraktysstern. Die 17 Elemente, die zu den 49 Elementen des Tetraktyssterns dazukommen, sind 6 hexagonale Kreislinienpunkte, 6 Achsenlinien und 5 Mittelpunkte:

Die Faktoren 3*11*53 beziehen sich vornehmlich auf das Hexagon als die Grundstufe des Tetraktyssterns; sie haben mehrfache Bedeutung:

·     Die Einzelziffern von 3*53 geben 5 Durchmesserelemente und 3+3 Radialelemente wieder. Aus diesem Doppelaspekt ergibt sich die Summe 11.

·     11 ist auch die Numerierungssumme einer Kreisachse:

·     3*11 kann also aus einer Numerierung oder aus dem Doppelaspekt von Durchmesser- und Radialelementen zustande kommen.

Die Einzelziffern des FW 67 sind auf 6 hexagonale Achsenlinien und 7 Punkte beziehbar. 67 ist insbesondere die ZS für VIRGOJungfrau. VESTA wurde bekanntlich in einem Rundtempel auf dem Forum Romanum verehrt. Der Tempel war umsäumt von 20 Säulen, Hinweis auf 2*10 Tetraktyspunkte.

8.    Die Zahlen 49 und 17 sind auch FW der ZS und FS der 5 Begrenzungswörter:

 

ZS

FS

sm

FW

sm

FW

 

344

252

596

153

 

 

FW

49

17

66

16

 

 

sm

 

 

662

169

831

280

FW

 

 

333

26

359

359

 

 

 

 

 

 

639

662 = 2*331; 639 = 9*71

Die Primzahl 331 gibt die Punktestruktur der DR wieder, 2*331 weist auf ein DR-Kreuz hin, wie schon oben im Zusammenhang mit der ZS+FS 596 dargelegt wurde. 66 verweist durch 6*11 auf 6 Rauten des Tetraktyssterns zu je 11 Elementen. Die Einzelziffern von 662 bedeuten zusätzlich 6 Punkte und 6 Linien der drei Hexagonachsen sowie 2 Mittelpunkte, die sich drei Doppelrauten (bei je einem Mittelpunkt) miteinander teilen. Die Summe der zusätzlichen 14 Elemente kann als FW der 49 Elemente des Tetratkyssterns angesehen werden. 49+14 = 63 ist die ZS von VESTA. 266 als Umkehrung von 662 ist oben als Häufigkeitszahl für PENSATOR ermittelt worden.

Die Summe 639 ist deshalb von Interesse, weil sie die ZS der 13 A-Wörter in der Geschichte von Dädalus und Ikarus ist.

V. VIR und FEMINA

1.    Der Text spricht zwar nur von der Erschaffung des Menschen (HOMO), nicht von Mann und Frau, aber es gibt genügend Hinweise, daß Ovid VIR und FEMINA zu einem Hauptthema gemacht hat. Wesentliche Grundlage hierfür ist dieselbe ZS 46 für beide Begriffe: Mann und Frau sind gleichwertig, aber auf gegenseitige Ergänzung erschaffen. 46 ist die FS der Zahlen 1-10, daher sind beide Geschlechter eng mit dem Dezimalsystem verknüpft. Das SATOR-Quadrat und VESTA sind als Bezugspunkte zu berücksichtigen:

2.    Ein erster Hinweis ist in den 4Werten der beiden Bezeichnungen zu sehen:

 

ZS

FS

sm

FW1

FW2

sm

GS

VIR

46

32

78

25

10

35

113

FEMINA

46

37

83

25

37

62

145

sm

92

69

161

50

47

97

258

258 = 2*3*43

Der Faktor 43 ist sowohl in der Summe der Wortzahl 1-85 als auch in der ZS 344 = 8*43 der 5 Begrenzungswörter enthalten. 43 bedeutet in seinen Einzelziffern 4+3 Elemente einer Tetraktysseite, 2*3 Tetraktysseiten sind als komplementäre Verbindung zweier Tetraktys und als Veranschaulichung von Mann und Frau zu verstehbar:

3.    Die Buchstaben VI bilden eine Einheit von ZW und FW: 20 = 4*5. Der Rahmen eines DR-Kreuzes besteht aus 17 (= R) hexagonale und 12 Erweiterungselemente. 29:17 Elementen entspricht daher das Kreisflächenverhältnis 3:1. Auf diese Weise spiegelt VIR den trinitarischen Ursprung der Schöpfung und des Menschen wider:

29+17 ergibt sich auch aus den FW der ZS und FS der Zahlen 1-21 und ihren hinzugefügten FW: 231+21 = 252 = 12*21 >17; 165+19 = 184 = 8*23 >29.

4.    Ovid hat die Häufigkeit der Buchstaben von VIR und FEMINA so berechnet, daß die gegenseitige Komplementarität zutage tritt:

 

V

I

R

sm

ZW

20

9

17

46

Hfk.

43

54

25

122

ZS

860

486

425

1771

FS

387

324

425

1136

122 = 2*61 >63

 

 

F

E

M

I

N

A

sm

ZW

6

5

12

9

13

42

46

Hfk.

7

62

26

54

30

42

221

ZS

42

310

312

468

390

42

1564

FS

35

310

182

324

390

42

1283

221 = 13*17

Die Umkehrsummen 122+221 = 343 = 7³ versinnbildlichen die Zusammengehörigkeit von Mann und Frau durch drei Tetraktysseiten, die jeweils aus 4 Punkten und 3 Linien besteht. Sie haben Anteil am   SENATUS (94) POPULUSQUE (154) ROMANUS (95), dessen ZS ebenfalls 343 beträgt. In zweistelliger Zusammensetzung führt 3*43 zum FW 46, der jeweiligen ZS von VIR und FEMINA.

Die Häufigkeitssumme für VESTA ist ebenfalls 221. Die Einzelziffern weisen auf 5 Durchmesserelemente des Hexagons und zweimal 5 Radialelemente des Tetraktyssterns. VESTA würde man die 5 hexagonalen Elemente zuweisen.

Die Häufigkeitssummen von VIR und FEMINA sind jeweils durch 23 teilbar:

 

 

 

FW

V

1771

7*11*23

41

F

1564

4*17*23

44

 

3335

5*23*29 >57

85

77+68 = 145 = 5*29

Die Einzelziffern der FW 41 und 44 lassen sich auf 5 hexagonalen Punkte und 8 Rahmenlinien der DR in der Bedeutung von 1:3 Flächeneinheiten anordnen. Jedes der 85 Wörter ist auf die Erschaffung von Mann und Frau ausgerichtet. 41*44 = 1804 beträgt die ZS+FS der Dreifachzählung (Tabelle!) des SQ. Aus den Faktoren 29 und 23 ist das Wort OP-ERA des SQ zusammengesetzt.

Die ZS+FS 3335+2419 = 5754 = 42*137 >FW 149 enthält in zweistelliger Aufteilung von 57 und 54 die ZS von PATER und MATER.

Ovid kannte sicherlich die Dreifachzählung des SQ und scheint sie angewandt zu haben. Nach der Tabelle beträgt die ZS+FS 30810+26814 = 57624 = 24*74 = FW 9+28 = 37. 576 kommt durch die Zahlen 1-23 + 1-24 zustande und ist daher die Quadratzahl von 24. 74 dürfte sich auf die 4 Dreiecke der DR beziehen, die aus je 7 Elementen bestehen. Die Tetraktys besteht aus 9 Dreiecken und 10 Punkten + 18 Linien.

5.    Die Römer haben Initialen eine große Bedeutung zugemessen. Die ZS+FS von V und F sind 20+9 = 29 und 6+5 = 11. Die Numerierungssumme einer Durchmesserlinie der DR, vom Mittelpunkt aus von 1-5 gezählt, ist für das Hexagon 11 und für den Tetraktysstern 29:

11:29 gibt das Kreisflächenverhältnis 1:3 wieder.

6.    Eine wesentliche Dualität der Zahlen besteht darin, daß sie entweder Primzahlen oder durch einzelne Faktoren zusammengesetzt sind. Dies gilt auch für ZS. Ovid hat diesen Umstand nachvollzogen, indem er den seltenen Buchstaben F in 5 Versen verwendete, davon dreimal in Vers 8:

Vers

3

4

8

12

13

40

ZS

430

391

406

461

412

2100

FW

50

40

38

461

107

696

Die Verrechnung ergibt:

 

ZS

FS

sm

FW

 

2100

696

2796

240

FW

24

38

62

33

sm

 

 

 

273

2796 = 12*233; 273 = 21*13

Die Primzahl 233 bezieht sich allgemein als Kontraktion von 2+3 und 3+3 auf den Doppelaspekt von 5 hexagonalen Durchmesserelementen und 6 Radialelmenten. Als 2 Erweiterungselemente des Tetraktyssterns und zweimal 3 hexagonale Radialelemente geben die drei Einzelziffern das Kreisflächenverhältnis 3:1 wieder.

273 = 21*13 ist die ZS des PATERNOSTER-Kreuzes. 21:13 DR-Elementen entspricht das Kreisflächenverhältnis 3:1.

7.    Das Gegenstück zu der durch 100 teilbaren ZS 2100 ist die Primzahl 3229. Auch das Additionsergebnis 3229+24 = 3253 ist eine Primzahl. Sie stellt in ihren 3:2 und 5:3 Radialelementen die Kreisflächenverhältnisse 1:2 und 3:1 dar, woraus sich in zweistelliger Zusammensetzung wiederum die thematische Grundzahl 43 ergibt. Mann und Frau werden durch die beiden Verhältnisse miteinander untrennbar verbunden.

 

 

Erstellt: November 2002

Neu bearbeitet: Mai 2018

 

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